| "Veraltetes Aktuelles" |
|
|
| |
|
|
| GEO-Tag der Artenvielfalt in Rabensburg |
|
11.07.09 |
| |
|
|
Hella Klosius hat die Ergebnisse der AURING-Exkursion im Rahmen des heurigen GEO-Tags der Artenvielfalt in Rabensburg zusammengefasst.
mehr |
|
 |
 |
|
|
| AURING beim "Tag der Natur" |
|
02.07.09 |
| |
|
|
| Niederösterreich beteiligte sich auch heuer wieder an der bundesweiten Aktion zum „Tag der Natur“. Schulklassen und andere Naturliebhaber waren in diesem Rahmen herzlich eingeladen, mit den Ökopädagogen vom Verein AURING die Naturschätze in Bernhardsthal, Hohenau und Ringelsdorf sowie auf slowakischer Seite im Bereich der Thayamündung zu erleben. Während zwei- bis dreistündigen Exkursionen erwartete die Besucher bis spät in die Nacht ein vielseitiges Programm. Dieses Jahr stand der Tag der Natur unter dem Motto „Natur ist grenzenlos“. Die vielseitigen Exkursionen wurden von zahlreichen Gruppen angenommen die dabei sichtlichen Spass hatten. Text: R. Bohrn. Fotos: R. Bohrn, U. Nüsken |
|





 |
 |
|
|
| AURING beim "Tag der Vereine" |
|
25.06.09 |
| |
|
|
| Anlässlich der Feier zu „650 Jahre Markt Hohenau“ präsentierte sich auch der AURING am „Tag der Vereine“/Samstag, den 20. Juni 2009 mit einem Stand im Park. Es gab Informationen zu den aktuellen Projekten und die Kinder konnten basteln; die geplante Au-Wanderung fiel leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Ein besonderer Magnet waren die Terrarien mit verschiedenen Amphibien – von winzigen Jungkröten bis zum allseits beliebten Laubfrosch. Viele Gäste staunten über die Artenvielfalt vor der eigenen „Haustür“! Text & Fotos: U. Nüsken |
|
  |
 |
|
|
| Rettungsaktion Wassernuss |
|
16.06.09 |
| |
|
|
| Die Wassernuss Trapa natans ist eine sehr seltene, gefährdete Wasserpflanze (Rote Liste/3). Bei der Sanierung des Hochwasserschutzdammes in Hohenau wäre ein kleiner Bestand im Reinwasserkanal den Bauarbeiten zum Opfer gefallen, hätte nicht die ökologische Bauaufsicht die Pflanze im Visier gehabt. Mitglieder des AURINGs versetzten die Wassernuss in Turmnähe in den Kanal beziehungsweise in den westlichen „Kühlteich“. |
|
|
 |
|
|
"Beringt und Abgeflogen" -
Kunstveranstaltung von Gertrude Moser-Wagner |
|
08.06.09 |
| |
|
|
| Am Samstag, den 6. Juni 2009 fand im AURING-Haus eine ganz besondere Kunst-Veranstaltung statt: „Beringt und abgeflogen“. Frau Gertrude Moser-Wagner stellte den über 60 interessierten Gästen das Projekt vor, welches im Rahmen des „Viertelfestival NÖ-Weinviertel“ vorgestellt wurde. Auch Herr Bürgermeister Freitag, der die Veranstaltung mit seiner Gattin besuchte, fand viele lobende Worte für diese Präsentation.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten - besonders auch an das Organisations- und „Küchen“-Team, das die Gäste mit köstlichem Kuchen und Aufstrichbroten verwöhnte. Das Programm gestaltete sich folgendermaßen:
Ab 18 Uhr OUTDOOR / Umgebung und Wiese vor dem Haus: Kinderprogramm „Das Vogelfalten aus Papier“ mit Maria Sukup, Auwanderung (mit kurzen Regenpausen) mit Gernot Waiss, Publikumstexte „abgeseilt“ als Installation zum Thema.
20 Uhr INDOOR / im Haus: Klanginstallation (Martin Leitner, Tontechniker), Videos (Auswahl Gertrude Moser-Wagner, Künstlerin und Projektleiterin), Fenster-Textinstallation (Margret Kreidl, Autorin), Forschung vor Ort (Martin Rössler, Ornithologe).
Zugvögel, die vom Verein Auring in Hohenau erforscht und beringt werden, legen die Vorstellung nahe, dass auch Menschen flügge werden und „fortfliegen“. In Form von Künstlerbeiträgen aber auch in Publikumstexten landet dieses Thema in und vor dem Vereinshaus Hohenau. Das Reisen, die Migration, ob freiwillig oder nicht, ist zum Kennzeichen unserer Epoche geworden. Eine vielsagende Veranstaltung widmet sich also diesem Aspekt unseres Lebens wie auch dem Verhalten der Zugvögel (als Ton, Bild, Wort und Faktum): Raumklang, Poetische Texte und Abschiedsbriefe auch von der Bevölkerung, ein Kunstprogramm mit Kurzvideos und ein Bericht zur Forschung vor Ort nahmen breiten Raum ein. Die Ausstellung verbleibt zwei Wochen. Fotos: R. Brandstetter, U. Nüsken |
|
|
 |
|
|
| 6th Austrian BirdRace – 16./17.5. – Bericht Team Auring |
|
25.05.09 |
| |
|
|
| Als „Team Auring” gingen Bernhard und Clemens Endlicher, Christof Grabner und Gernot Waiss beim BirdRace an den Start. Begonnen wurde am Samstag-Abend mit der Nachtwanderung in Rabensburg, wo bereits 53 Arten festgestellt werden konnten. Highlights waren dort sicher die 10 Bienenfresser und der Wachtelkönig, aber auch die Tatsache, dass z.B. zumindest drei Rohrsängerarten beobachtet wurden. Mit dem Zug ging es nach Hohenau und dort mit dem Rad vom Bahnhof zum Auring-Haus, von wo aus am Sonntag (hier stieß Christof Grabner zum Team) dann die vogel.schau.plätze das Ziel waren. Hier kamen mit zahlreichen Wasservögeln, aber auch einigen weiteren Sing- und Greifvogelarten noch einmal 27 neue Arten hinzu, sodass das Team letztlich auf 80 Arten kam, und das obwohl die Beobachtungsstrecken zu Fuß zurückgelegt wurden. Beinahe wären es 83 gewesen, doch die Nilgans am Kühlteich vor und Rohrschwirl und Blaukehlchen nach der 24-Stunden-Frist konnten leider nicht mit einberechnet werden... ;-) Dass die Greifvögel ein bisschen ausgelassen haben, wurde durch die Beobachtung des seit einiger Zeit am Kühlteich verweilenden Rothalstauchers und einer Zwergdommel „entschädigt“, die ebenfalls im kleinen Teil des Kühlteichs akustisch und optisch beobachtet werden konnte. Auf ein Neues im nächsten Jahr, dann aber mit Fahrrad... Text & Fotos: Gernot Waiss |
|
|
 |
|
|
| Nachtwanderung in Rabensburg – 16.5.2009 |
|
25.05.09 |
| |
|
|
| Es war ein schöner, lauer Frühlingsabend, und so kamen 14 Interessierte nach Rabensburg, um auf den Bauernwiesen dem Wachtelkönig auf die Spur zu kommen. Die Runde führte uns vom Bahnhof weg zunächst einmal der Bahn entlang nach Süden, wo wir einen Blick in die Schottergrube werfen und nach Bienenfressern Ausschau halten wollten. Wir hatten jedoch das Glück, schon vorher gleich 10 dieser wunderbaren Vögel im Flug über unsere Köpfe erleben zu dürfen! Aber auch sonst hatte die Strecke einiges zu bieten, und so konnten wir unter anderem Turteltauben, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Dorngrasmücke oder eine Rohrammer durchs Spektiv beobachten. Durch eine schöne Allee und an der Kläranlage vorbei ging es weiter, und hier machte sich bereits die nahe Aulandschaft bemerkbar: Kuckuck, Nachtigall und die ersten Rohrsänger waren zu hören, und ein Pirol machte klar, dass der Sommer nicht mehr weit ist. Über eine kleine Brücke kamen wir schließlich auf die Bauernwiesen, wo uns gleich am Thaya-Ufer ein Biber „begrüßte“, der sich überhaupt nicht beim Abendmahl stören ließ. Ein Stück weiter war gleich der nächste zu sehen. Der Abend war bereits fortgeschritten, die Sonne am Untergehen, und in dieser herrlichen Stimmung war endlich auch das Knarzen des Wachtelkönigs („crex-crex“) zu hören, begleitet von Feld- und Schlagschwirl, auch Schilf- und Sumpfrohrsänger setzten ein. Als sich Dunkelheit und Nebelschwaden über die Landschaft legten und das Laubfroschkonzert begonnen hatte, machten wir uns schließlich langsam auf den Rückweg zum Bahnhof. Eine gemütliche Runde in netter Gesellschaft war zu Ende, den Beteiligten hat’s gefallen. Und da die Wanderung gleichzeitig als offizielle Niederösterreich-Exkursion des 6th Austrian BirdRace fungierte, ging die Gruppe auch als eigenes Team ins Rennen und konnte letztlich in nicht einmal fünf Stunden beachtliche 53 Arten für sich verbuchen. Text & Fotos: Gernot Waiss |
|
|
 |
|
|
| önj-Auring-Hüpfer beim BirdRace |
|
25.05.09 |
| |
|
|
Beim 6. bundesweiten Bird Race am 16./17. Mai 2009 hat auch ein kleines Team der önj-AURING-Hüpfer teilgenommen. Es ging darum, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Vogelarten in einem Bundesland aufzuspüren. Die Freude an der Beobachtung der einheimischen Vogelwelt stand dabei an erster Stelle.
So war die Gruppe zwischen Bernhardsthal und Hohenau unterwegs – am Teich und Feldrand (danke, Gernot, für die tolle Nachtwanderung und die Unterstützung!), im Garten und rund ums AURING-Haus. Dabei wurden 75 Arten registriert, also entweder gehört und/oder gesichtet. Ute Nüsken. Fotos: Ute Nüsken, Gernot Waiss |
|

 |
 |
|
|
| Geldübergabe von AURING an Karpfen & Co |
|
25.05.09 |
| |
|
|
Zum Abschluss des österreichweiten Birdrace 2009 wurde vom AURING Team Regina und Karl, stellvertretend für alle Teams, die Summe von 3.671 Euro an Christian Lok von Karpfen & Co übergeben!
Bei diesem Wettbewerb versuchen mehrere Teams in 24 Stunden möglichst viele Vogelarten festzustellen. Einige Sponsoren (Tiergarten Schönbrunn und Maturaschule Dr. Roland) unterstützen die Teams finanziell, vom Preisgeld konnte der Bau von Vogelinseln im Fischteich von Karpfen & Co mitfinanziert werden, die von der Vogelwelt bereits in Besitz genommen wurden! Rainhard Brandstätter |
|
 |
 |
|
|
| Ornithologische Wanderung 18.04.09, Soutok (Tschechien) |
|
25.05.09 |
| |
|
|
19 TeilnehmerInnen, 77 Vogelarten ... Hella Klosius berichtet von einer erfolgreichen AURING-Exkursion in den Soutok.
mehr
|
|
 |
 |
|
|
| Saison-Start im AURING-Haus! |
|
11.05.09 |
| |
|
|
Seit dem 2. Mai 2009 ist das AURING-Haus in der Forsthausgasse an den Wochenenden (Samstag und Sonntag von 10 - 17 Uhr) wieder besetzt.
Infomaterial, Radkarten und Gespräche über aktuelle Geschehnisse an den vogel.schau.plätzen laden zum Verweilen ein. Das Haus ist zudem Ausgangspunkt für viele interessante Exkursionen, das Programm finden Sie hier.
Am 2. Mai gab es einen Ausflug in die Welt von Frosch & Co., anschließend wurden Ausstiegshilfen für in Schächte gestürzte Amphibien gebaut. Diese Leitern können zuhause den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden, das heißt man muss die Augen für notwendige Naturschutzmaßnahmen öffnen – und aktiv werden. Wer sieht, dass er etwas bewegen kann, der wird es auch tun!
Am 8./9. Mai fand ein Workshop zum Thema „Au-Fotografie“ statt. Die TeilnehmerInnen bekamen einen sehr guten Einblick in die Theorie und Praxis des Fotografierens sowie der Bildbearbeitung. Text & Fotos: Ute Nüsken |
|
|
 |
|
|
| Hide im neuen Look |
|
11.05.09 |
| |
|
|
Wer in den letzten Wochen einen Blick auf die Anlandebecken geworfen hat, konnte auch das „neue“ Beobachtungsversteck am 3-er Becken bewundern. Ursprünglich störte nur die knarrende, nicht richtig schließende Tür. Diese ließ sich aber nicht wirklich richten, also raus damit! Ja, und so kam eine Aktion zur anderen. Mit ein bisschen Bauchweh – steht das Hide doch gewissermaßen unter „Denkmalschutz“ – wurde die morsche Holzfassade herunter gerissen. In der ersten Osterferienwoche schallte dann Sägen, Klopfen und Hämmern durch die Au, Blässhühner & Co. ließen sich aber beim Nestbau nicht stören. Mittlerweile erstrahlt die Hütte in neuem Glanz, eine breite Fensterfront (Umbau sollte in Kürze abgeschlossen sein) ermöglicht jetzt mehreren Personen gleichzeitig das Beobachten.
Der Zugang zum Versteck erfordert momentan noch etwas sportlichen Einsatz (ohne Fleiß – keinen Preis!), aber auch diese Hürde sollte bald behoben werden.
Also – viel Freude beim „Vogel-Kiek“!
Text & Fotos: Ute Nüsken |
|
|
 |
|
|
| Hochwasser-Wanderung von Hohenau nach Drösing – 29.3.2009 |
|
30.04.09 |
| |
|
|
Dieser Sonntag bot ja reichlich Anlass daheim zu bleiben: Zum einen nahm uns die Umstellung auf die Sommerzeit eine wertvolle Stunde der Nacht, und zum anderen verkündete der Wetterbericht, dass es der trübste Tag der Woche werden sollte, was in anbetracht des vorangehenden – und bis dahin vielleicht schönsten – Frühlingstages kaum denkbar schien. Tatsächlich regnete es letztlich ab etwa 10:30 Uhr durch… Zudem war das große Hochwasser (mit 532cm am 9.3. bei Hohenau) bereits fast drei Wochen her, der Wasserstand seither am Sinken und am Vorabend bei 385cm angelangt, was „nur mehr“ höheres Mittelwasser bedeutete. Doch das vom harten Winter mit den massiven Schneefällen im Einzugsgebiet von March und Thaya vollgesogene Umland ließ das Wasser nur zögernd los, sodass viele Wiesen und Äcker noch immer überschwemmt waren und eine ornithologische Vielfalt daher zu erwarten war. Und so kamen immerhin dreizehn wackere Auring-Freunde zum Treffpunkt am Bahnhof Hohenau – darunter auch drei Kinder, die trotz des anhaltenden Regens ganz tapfer bis zum Schluss durchhielten.
Zunächst war es aber noch trocken, sodass wir noch mitten im Ort ganz gemütlich und mit Hilfe zweier Spektive das erste Highlight beobachten konnten: In zwei kleineren Bäumen am Straßenrand hatten sich etwa 100 Girlitze eingefunden! Ein paar rötliche Farbkleckse lieferten die etwa zehn Bluthänflinge, die sich daruntergemischt hatten. Bald ging’s aber weiter zum ersten Fixpunkt, dem Beobachtungsturm am neu gestalteten und nun mit einigen Inseln ausgestatteten „Kühlteich“. Während es „draußen“ bereits zu regnen begann, erfreuten wir uns unterm Dach an einer Schar von über 50 Lachmöwen am und über dem Wasser, dazu kamen Bach- und Schafstelze vorbei, und neben einer einsamen Stockente stocherten zwei Rotschenkel im Uferschlamm einer der neuen Inseln. Nachdem wir uns bei einem Privatteich am Weg über zwei wenig scheue Nachtreiher sowie unsere ersten Rauchschwalben dieses Jahres freuen durften, ging es im Regen weiter zum ehemaligen Zwischenlager, wo wir neben 83 Tafel- und 32 Reiherenten auch zwei Schafstelzen, zwei Zwergtaucher, einen Höckerschwan und drei Stockenten auch ein paar Kiebitze, vier Flussregenpfeifer, zwei Rotschenkel und einen Kampfläufer beobachten konnten; auch eine Rohrweihe zog an uns vorüber.
Aber auch auf den Anlandebecken war einiges los. So hörten wir ein Blaukehlchen singen, und auf den Wasserflächen beim Beobachtungsversteck waren einige Graugänse, Stock- und Schnatterenten, Blässhühner und Rotschenkel zu sehen. Ein beeindruckendes Schauspiel bot sich nach der Mittagspause auf den Großen Wiesen, die beinahe völlig überschwemmt waren und so zahlreiche Wasservögel angelockt hatten: Gleich am Damm „begrüßte“ uns ein Weißstorch, und auf dem Wasser selbst tummelten sich weit über 80 Graugänse, dazu an die 40 oder mehr Stockenten, viele Blässhühner, Schnatter-, Krick- und Knäkenten und mittendrin noch mindestens zwei Pfeifenten. Danach ging es am Damm und durch die Felder nach Drösing, wo wir noch an einem überschwemmten Acker mit wiederum zumindest 30 Lachmöwen vorbeikamen.
Alles in allem war es trotz widriger Bedingungen ein schöner Ausflug, bei dem wir eine erfreuliche Vielfalt von insgesamt mindestens 48 Vogelarten feststellen konnten. Und den Teilnehmern, die wacker dem Dauerregen trotzten, ist ein großes Lob auszusprechen!
PS: Der Wasserstand der March stieg übrigens durch die starken Regenfälle in den folgenden 3-4 Tagen erneut um einen ganzen Meter an (auf über 480cm am 1.4.)!
(Wasserstandsdaten alle laut www.noel.gv.at).
Text & Fotos: Gernot Waiss |
|
|
Foto: G. Waiss |
|
Foto: G. Waiss |
|
 |
|
|
AURING - 9000ft. - Moonwatching unter abenteuerlichen Bedingungen |
|
29.04.09 |
| |
|
|
Mit Unterstützung der Tiroler Landesregierung, Abt. Naturschutz wurde der AURING in der Osterwoche (05.-10. 04. 2009) in den Tiroler Alpen aktiv. Ein Dutzend Mitarbeiter, vorwiegend Studierende der Univ. Innsbruck, verteilten sich unter der Regie von Martin Rössler auf Hafelekar, Patscherkofel, Axamer Lizum, Sennjoch und Stubaier Alpen, bzw. auf Inn- und Wipptal, um den nächtlichen Vogelzug nach der Moonwatch-Methode zu untersuchen. Mit relativ überschaubarem Organisationsaufwand und mit großem Entgegenkommen lokaler Gesellschaften (Bergbahnen, Bergrettung, Bundesimmobiliengesellschaft etc.) und mit viel Wetterglück war das ganze ein sehr erfolgreicher Probegalopp für ein geplantes Forschungsprojekt zum Vogelzug im Alpenraum. Text: Martin Rössler
mehr |
|
 |
 |
|
|
| Neue Brutfloße am Kühlteich |
|
14.04.09 |
| |
|
|
| Vergangene Woche ließen Ronald Wegerer und Regina Riegler sechs Brutfloße für Trauerseeschwalben am kleinen Teil des Kühlteiches ins Wasser. Sie sind am Grund des Teichs verankert und bieten Platz für jeweils ein Nest. Möglicherweise werden sie auch von Schwarzhalstauchern genutzt. Nun heisst es abwarten, ob die Floße den Anforderungen entsprechen und angenommen werden. Text & Fotos: Ronald Wegerer |
|

 |
 |
|
|
| Start Amphibiensaison |
|
07.04.09 |
| |
|
|
| Seit dem letzten März-Wochenende kann man in Hohenau wieder die große Amphibienvielfalt erleben! Rotbauchunken, Knoblauch- und Erdkröten rufen, die ersten Laubfrösche sind zu hören und auch ein paar blaue Moorfrösche kann man mit etwas Glück entdecken. Text & Fotos: Ute Nüsken |
|
|
Rotbauchunke |
|
Moorfrosch |
|
Laubfrosch |
|
 |
|
|
| Wasser marsch! |
|
14.03.09 |
| |
|
|
Am 10.03. konnte die Wasserversorgung für die Anlandebecken der Vogel.schau.plätze in Hohenau-Ringelsdorf wieder in Betrieb genommen werden. Zuvor wurde bereits am 15.01. in einem groß angelegten Pflegeeinsatz das Schilf im Anlandebecken 3 gemäht. Dies ist vor allem notwendig, um den zahlreichen Limikolen, die das Gebiet als Rastplatz während ihrer Reise ins Brutgebiet nutzen günstige Nahrungsflächen zur Verfügung zu stellen. Vegetationsfreie Übergangsbereiche zwischen Wasser und Land spielen dabei eine wichtige Rolle.
Weiters erhoffen wir uns durch die Schilfmahd den Wasserbedarf der Becken zu reduzieren. Ausgewachsenes Schilf verdunstet in der Vegetationsperiode sehr viel Wasser über die Blattorgane und erhöht damit den Bedarf an zugeleitetem Wasser in die Becken erheblich. Besonders hilfreich war der Einsatz des Tracktors durch Erhard Birsak. So konnten wir an einem Tag nahezu das gesamte Anlandebecken 3 von Schilf „befreien“ und sogar noch die Brutinseln im Westteil des Beckens freistellen. Die Inseln bieten potentielle Bruthabitate für gefährdete Vogelarten wie den Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) oder die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo).
Am 10.03. wurden in einem zweiten Pflegeeinsatz die Rohrleitungen gekuppelt und gedichtet, die Wasserversorgungspumpe in Betrieb genommen und mit der Bewässerung des Anlandebeckens 3 begonnen. Somit steht einer erfolgreichen Saison 2009 nichts mehr im Weg. Wir hoffen auf viele schöne Vogelbeobachtungen an den Vogel.schau.plätzen Hohenau–Ringelsdorf.
Besonderer Dank gilt den zahlreichen, unermüdlichen HelferInnen: Sissi Aigner, Erhard Birsak, Manuel Denner, Heinz Frötscher, Ute Nüsken, Regina Riegler, Benjamin Seaman, Bernadette Strohmaier, Adolf Sukup und Martin Zeilbauer.
Text: Jakob Pöhacker; Fotos: Jakob Pöhacker, Manuel Denner, Heinzi Frötscher |
|
|
 |
|
|
Exkursionsbericht Bernhardsthal-Nord, 21.02.09 |
|
04.03.09 |
| |
|
|
Schon im Zug konnte ich die weiße Landschaft mit einer geschlossenen Schneedecke, was zu dieser Jahreszeit doch eher die Ausnahme ist, bewundern. Dabei waren entlang der Bahngleise etliche Mäusebussarde und auf den Feldern Feldhasen und Rehe zu beobachten. Der leichte Schneefall stellte sich ein und ab Hohenau öffnete sich der Himmel, die Sonne blinzelte durch die leichte Wolkendecke: der bevorstehenden Exkursion stand nichts mehr im Wege.
Vom Bahnhof Bernhardsthal ging es über die Kirschenallee (einige waren beschnitten; wie wär’s mit einer Ergänzung von jungen Obstbäumen?), wobei eine Gruppe von Rebhühnern aufflog, zur Aussichtsplattform vor den Tumulihügeln. Der Kaiseradler saß wie auf Bestellung vor seinem Horst (hoffentlich brütet das Pärchen auch heuer erfolgreich!), die Feldhasen tollten im Schnee und Gruppen von Rehen naschten von den Leckerbissen (Grünfutter, Äpfel), die entlang des Feldweges verstreut lagen. Vom Martel aus folgten wir dem Weg Richtung Au und Schutzdamm. Eine Sumpfmeise rief verschnupft, Mäusebussarde flogen auf, Eichelhäher machten lautstark auf sich aufmerksam und ein riesiger Schwarm von Kleinfinken (Erlzeisige?) flog trillernd und rasend über unsere Köpfe hinweg. Sogar zu dieser Jahreszeit wagen sich erste Insekten ins Freie: eine vom Winde verblasene Gelse konnte auf der Schneedecke gefunden werden. Von der Hammelbachmündung sahen wir die gemächlich fließende eisfreie Thaya, wenige Stockenten und Blässhühner. Danach gingen wir nicht wie geplant den Damm entlang - der Weg durch den 20 cm tiefen Schnee wäre zu beschwerlich gewesen – sondern bewegten uns wieder Richtung Bernhardsthal, vorbei an zwitschernden Weidenbüschen in denen sich Feldsperlinge und Goldammern versteckten (nur ein auffliegender Fasan konnte für kurze Zeit Ruhe in das hektische Schwatzen und Treiben der Feldsperlinge bringen) und entlang des Moosangerweges mit alten Kopfweiden (am Hammelbach wurden etliche geschnitten!) Richtung Föhrenwald.
Ein entfernter Gänsetrupp flog in die Slowakei – dabei fragten wir uns, wo die Gänse ihre Schlafplätze haben, auch diejenigen aus dem Seewinkel.
Am Waldrand waren einige Singvögel aktiv: Amseln, Blau- und Kohlmeise, Schwanzmeisen, Kernbeißer, Grünling, Goldammern. Im Wald selber: Amseln, Kleiber und Buntspecht.
Entlang eines Windschutzstreifens ging es zurück nach Bernhardsthal, dabei konnten wir wieder einige Amseln und auf einer Brache auf 5 m Entfernung einen samenfressenden Stieglitz beobachten. Der Bernhardsthaler Fischteich war an einigen Stellen offen (Ausfluss, Bahnbrücke), die einige Schwäne, Stockenten und Blässhühner zur Nahrungssuche nutzten.
Mag.a Hella Klosius |
|
 |
Foto: M. Spießmeier
vergrößern |
|
 |
|
|
| Verein AURING beim NATURA 2000-Projektwettbewerb ausgezeichnet |
|
20.02.09 |
| |
|
|
Die Natur ist unsere Lebensgrundlage, die biologische Vielfalt das Netz des Lebens. Dieser Reichtum der Lebensformen, ihrer Lebensräume und Beziehungen untereinander wird unter dem Begriff „Biodiversität“ zusammengefasst. Und wir alle sind von ihr abhängig! Daher müssen wir uns jetzt um eine nachhaltige Sicherung dieser Lebensgrundlage kümmern! Das länderübergreifende Schutzgebietssystem NATURA 2000 gibt dafür innerhalb der EU Ziele und Maßnahmen vor.
Eine erfolgreiche Naturschutzarbeit hängt stark von der Identifikation und aktiven Unterstützung der in der Region lebenden Bevölkerung ab Im Zusammenhang mit dem europaweiten Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 hatte die Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich einen Projektwettbewerb gestartet: Hier waren insbesondere kooperative, naturschutzfachlich interessante Projektideen gesucht, die zu verstärkter Akzeptanz von Natura 2000 beitragen können.
Die Siegerprojekte wurden bei einer Festveranstaltung am 13. Februar 2009 im Landhaus St. Pölten von Landesrat Dipl.-Ing. Josef Plank ausgezeichnet.
Prämiert wurde auch „AUgenBLICKE“, eingereicht von Hella Klosius und Michaela Willisch für das ökopädagogische Team des Vereins AURING: Durch spielerische Wissensvermittlung im Rahmen eines Workshops soll in den 4. Klassen Volksschule der Bezirke Gänserndorf und Mistelbach die Begeisterung der Kinder für Naturschutz und die Idee von Natura 2000 geweckt werden. Später können die SchülerInnen die in der Schule erworbenen Kenntnisse mit einer Exkursion in die March-Thaya-Auen bei Hohenau festigen. |
|
 |
Foto: NLK, Reinberger
vergrößern |
| |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Internationaler Tag der Feuchtgebiete am 2. Februar |
|
01.02.09 |
| |
|
|
Die March-Thaya-Auen sind ein Feuchtlebensraum von internationaler Bedeutung, Ramsar-Gebiet seit 1982 und seit 2007 trilaterales Ramsar-Schutzgebiet.
Ramsar ist der Name einer Stadt im Iran und Geburtsort der weltweiten Konvention (Vertragsunterzeichnung von 18 Nationen am 2.2.1971), die dazu aufruft, Feuchtlebensräume über die Grenzen und Generationen hinaus zu erhalten (erstes globales Naturschutzübereinkommen).
Um auch die Öffentlichkeit auf die Bedeutung dieser wertvollen Naturjuwele als zentrale Bausteine eines globalen Netzwerkes aufmerksam zu machen, wurde der 2. Februar zum Weltfeuchtgebietstag erklärt.
Feuchtgebiete haben elementare ökologische Funktionen, nämlich als Regulatoren des Wasserhaushaltes und auch als Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt.
Die Kinder der „önj-AURING-Hüpfer“ – eine Kooperation der Österreichischen Naturschutzjugend önj und dem Verein AURING, Hohenau – haben den bevorstehenden Weltfeuchtgebietstag zum Anlass genommen, sich mit dem Wert dieser Lebensräume auseinander zu setzen. Nach einem Streifzug durch die vogel.schau.plätze und der Begutachtung des neuen Stegs am Beobachtungsversteck gestalteten die jungen Menschen am AURING-Haus ein Plakat, das anschließend im Vogelturm-Schaukasten am Kühlteich aufgehängt wurde.
Interessante AURING-Veranstaltungen laden während des ganzen Jahres dazu ein, diesen einzigartigen Wasserlebensraum „vor der Haustür“ näher kennen zu lernen!
Zum AURING-Veranstaltungsangebot |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Saisonabschluss und neuer Steg zum Beobachtungsversteck |
|
20.11.08 |
| |
|
|
Vergangenen Samstag trafen sich Freunde und Mitglieder des AURING zu einem gemeinsamen "Saison-Abschluss-Nachmittag". Unsere Abschlusswanderung führte uns zuerst zum Kühlteich, wo wir einige Schwäne beobachten konnten, Gänse zeigten sich vorerst noch nicht, danach ging es weiter zur March, am Ufer blühte noch der Rainfarn, zurück über die Hrudka gab es noch einige Spätherbstimpressionen, zum Abschluss beim Vereinshaus konnten wir einen Fasan auf seinem Schlafbaum beobachten.
Während die größere Gruppe auf Wanderung ging und in Summe doch immerhin 37 Vogelarten feststellen konnte (und das ohne profesionelle Ornithologen!) war eine kleinere Gruppe mit Bauarbeiten beschäftigt und hat bei schönem Herbstwetter einen neuen Steg zu unserem Beobachtungsversteck gebaut!
Einen herzlichen Dank an
Martin als Initiator, Ronald als Konstrukteur, Machi als Kranführer, Franz und Edi als "Hausversetzer" sowie Regina, Koarl, Hias, Maria und Heinzi als unermüdliche Helfer die miteinander ja fast ein Kunstwerk enstehen haben lassen!
Das gemeinsame Abendessen beim Heurigen hat noch viele anregende Gespräche hervorgebracht und uns allen einen schönen Abschluss für ein erfolgreiches Arbeitsjahr erleben lassen! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Hans Czettel-Förderungspreis 2008 |
|
16.11.08 |
| |
|
|
Der Hans Czettel-Förderpreis für besondere Leistungen im Natur- und Umweltschutz in Niederösterreich wurde nach dem ehemaligen Landeshauptmannstellvertreter Hans Czettel benannt, der zukunftsweisende Visionen im Natur- und Umweltschutz entwickelt hat. Ausgezeichnet wurde unter anderem:
"Von Stinkhähnen und anderem Federvieh" -
Ein ökopädagogischer Beitrag zur Bewusstseinsbildung eingereicht vom Ökopädagogischen Team Verein AURING.
Stellvertretend für die unterschiedlichen vom Verein AURING angebotenen Ökopädagogik-Projekte wird hier speziell auf das Thema nachhaltige Landwirtschaft an den vogel.schau.plätzen und den umgebenden March-Thaya-Auen eingegangen. Ökologisch interessierte Klassen haben die Möglichkeit zu erfahren, warum zum Beispiel die Wiesenpflege für den Wiedehopf von Bedeutung ist. Dieser zählt nicht nur in Niederösterreich zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Denn viele der für ein Vorkommen notwendigen Lebensraumelemente wie alte, Höhlen aufweisende Bäume oder Trockenrasen sind durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft verschwunden.
Besonders gut gefallen den Kindern praktische Naturschutzarbeiten wie das Zusammenbauen und anschließende Aufstellen von speziellen Nistkästen. Gerade der Verbesserung der Wiedehopf-Nistmöglichkeiten kommt im Rahmen von Schutzbemühungen besondere Bedeutung zu. Dabei lernen die Kinder die Lebensraumbedürfnisse dieses Vogels kennen und auch wie ein Brutplatz aussehen sollte, und den können sie im Rahmen des Projektes selbst gestalten.
Wer sieht, dass er persönlich etwas bewirken kann, der wird es auch tun!
Weitere Infos zur Preisverleihung
|
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Saison 2008: Hohe Fangzahlen in der Beringungsstation |
|
|
| |
|
|
Mit gewohntem Ablauf und über die Jahre unveränderter Methode (gleiche Netzlänge, gleiche Zahl von Fangstunden) wurden in der Beringungsstation Hohenau-Ringelsdorf von Ende Juni bis Ende Oktober 3.850 Vögel gefangen. Es war somit die erfolgreichste Fangsaison seit dem ausgezeichneten Jahr 2000. Immer deutlicher zeigt sich, wie stark die Witterung zur Brutzeit über Durchzug und Fangzahlen entscheidet. War es heuer ein klimatisch günstiger Frühling, kontrastieren die heuer sehr guten Ergebnisse zu jenen des Jahres 2006 und 2007. Nach dem kalten verregneten Frühling 2006 war der Reproduktionserfolg so schwach, dass die Julifangzahlen bei 50% des Durchschnittes lagen und sich das gewohnte Verhältnis von Jungvögeln und Altvögeln verschoben hatte.
Nach vielen Jahren gab es 2008 wieder bemerkenswert starken Zilpzalp-Durchzug. Häufigster Fängling war wie immer der Sumpfrohrsänger A. palustris (611 beringt), gefolgt von Schilfrohrsänger A. schoenobaenus (474), Zilpzalp P. collybita (368), Feldsperling P. montanus (296), Dorngrasmücke S. communis (267) und Mönchsgrasmücke S. atricapilla (252). Drei "Fernfunde" - von anderen Stationen beringte Vögel - stammen aus Tschechien (Schilfrohrsänger A. schoenobaenus, Drosselrohrsänger A. arundinaceus und Rohrammer E. schoeniclus), einer aus Österreich (Kohlmeise P. major).
Generationswechsel im Stationsleiterteam
Mit hoher fachlicher und organisatorischer Kompetenz traten nach langjähriger Mitarbeit in der Station Martina Hillbrand, Regina Riegler und Matthias Schmid als Stationsleiter an, die sich die organisatorische Arbeit teilen (terminliche Einteilung, PraktikantInnen-Betreuung, Betreuung des Wassermanagements und Pflege der Flächen, Datenverwaltung, Materialkoordination etc.) Aus der Gründergeneration ist Martin Rössler unter den Stationsleitern, der sich organisatorisch um die Experimente im Flugtunnel kümmert und diese gemeinsam mit Lidia Brandstätter durchführt.
Ergebnisse im Detail
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| „Sensentanz & Samenschnitt“ - Tumulifest |
|
24.10.08 |
| |
|
|
Die Warte bei den „Drei Bergen“ (Tumuli) an der B 49, von der man zudem auf die drei Hügelgräber von Rabensburg sehen kann, ist mittlerweile auch ein „Beobachtungsturm“ für Ornithologen geworden. Auf der Bernhardsthaler Ebene jagen besonders viele und seltene Greifvögel. Hier werden regelmäßig Rot- und Schwarzmilan, Mäusebussard und Turmfalke gesichtet. Ein Kaiseradlerpaar hat hier in der Nähe zwei Junge groß gezogen – das erste Mal seit ca. 200 Jahren. Um diesen besonderen Standort hervorzuheben, wurde analog zu den Informationen in Hohenau-Ringelsdorf und auf slowakischer Seite in Adamov und Skalica eine vogel.schau.platz - Tafel mit den zu beobachtenden Vogelarten errichtet. Während eines Festaktes enthüllte LAbg. Manfred Schulz in Vertretung von NR Hermann Schultes diese Tafel. LAbg. Karl Wilfing wies darauf hin wie schwer und aufwendig die Getreideernte früher war. Der Bürgermeister von Großkrut Franz Schweng wohnte der Eröffnung ebenso bei wie die Gemeinderäte der Großgemeinde Bernhardsthal Manfred Bahr, Rupert Schultes und Robert Tanzer. Herr DI Thomas Zuna-Kratky, Ökologe vom Verein AURING, und LAbg. Manfred Schulz gaben einen kurzen Einblick in die Kulturlandschaft, die zu 50 % Natura 2000 Gebiet ist. Bernhardsthal hat mit den Trockenrasen auf der Edelwiese und auf den Tumuli gleich zwei Perlen am „Grünen Band“, das sich von Murmansk an der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Herr Alfred Ertl sen. demonstrierte das „Drischl-Dreschen“ – Getreideausdreschen mit dem Dreschflegel. Die Schüler – Bläsergruppe der HS Großkrut und HS Hausbrunn eröffneten das Fest mit einer Fanfare, Kinder der VS Bernhardsthal hatten ebenso einen Tanz einstudiert wie die SchülerInnen der HS Hohenau. Vom Museumsleiter Friedel Stratjel bekamen die rund 500 Besucher einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Tumuli. Der Lehrerchor der HS Hohenau rundete das Programm mit dem Lied „Sensenwetzer“ ab. Dann begaben sich 350 Schüler, darunter auch zwei Klassen der landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach, zu den neun Stationen, bei denen sie ihr Wissen festigen konnten. Anhand verschiedner Sensen, dem „Sensentanz“, wurde gezeigt wie unterschiedlich diese Arbeitsgeräte sein können. ÖPUL - Auflagen schreiben vor, dass die Tumuli mit der Hand gemäht werden müssen. Eine Pufferfläche verhindert den Dünge- und Spritzmitteleintrag der umliegenden Felder. Aus dem Milchkammermuseum in Ketzelsdorf reiste extra eine „Kuh“ an, die die Schüler melken durften.
Weitere Stationen waren „Trockenrasen“, „Falknerei“ mit zwei lebenden Falken, „Kulturpflanzen“, „Taggreifvögel“, „Spuren und Tastbox“, „Nachtgreifvögel“, „Geschichte“ und natürlich „Naturschutz“. Bei dieser letzten Station haben die Schüler Plakatentwürfe zum Naturschutz gemacht.
Es wirkten nicht nur die bereits erwähnten Schulen mit, sondern es halfen spontan auch Privatpersonen aus. Obwohl die Rübenernte und der Herbstanbau dringend erledigt werden müssen, fanden einige Bauern Zeit um tatkräftig mitzuhelfen. Es gab nicht nur Unterstützung der Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich, des Naturschutzbundes und von Birdlife, sondern auch von den Raiffeisenbanken Bernhardsthal und Hohenau, von der Volksbank Hohenau, der Sparkasse Bernhardsthal sowie vom Raiffeisenlagerhaus Bernhardsthal. Bürgermeister Alfred Ertl und Koordinatorin Renate Bohrn vom Verein AURING betonten die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Nur miteinander kann ein solches Fest zum Schutze der Natur gelingen!“
Wir danken den FotografInnen, die uns ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| World Bird Day an den vogel.schau.plätzen Hohenau - Ringelsdorf mit 66 Vogelarten! |
|
06.10.08 |
| |
|
|
Wie die letzten Jahre standen wir auch an diesem World Bird Day am Rodelhügel in Hohenau, der einen optimalen Einblick in das Vogelzuggeschehen an March und Thaya hergibt. Mit 54 Arten allein an diesem Punkt konnten wir sogar die Ergebnisse der letzten Jahre überholen. Während der Kleinvogelzug vergleichsweise schwach war, gab es erstaunlich viel Greifvögel und einen spektakulären Eichelhäherzug.
Schon am Morgen sammelten sich acht Rotmilane in einem kleinen Gehölz, bald darauf erschienen auch mind. fünf Kaiseradler und drei Seeadler. Den ganzen Tag über herrschte starker südwärts gerichteter Mäusebussard-Zug, begleitet von ständig vorbeiziehenden kleinen Eichelhäher-Trupps. Besonders schön war ein altes rotes Fichtenkreuzschnabel-Männchen auf einer Fichte am Ortsrand von Hohenau.
Einige Wasservögel konnten wir an den Zwischenlagern beobachten und an der Beringungsstation wurden noch einige zusätzlich Langstreckenzieher wie Rohrschwirl und Schilfrohrsänger durch Fang nachgewiesen.
Die Liste mit den 66 beobachteten Vogelarten kann hier heruntergeladen werden:
World Birdwatch 2008, Hohenau-Ringelsdorf
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Halbzeitbilanz der Beringungsstation |
|
03.09.08 |
| |
|
|
Die ersten beiden Monate der diesjährigen Beringungssaison sind vorbei. Damit ist es Zeit für eine Zwischenbilanz:
Das Wetter meinte es bisher sehr gut mit uns. Es gab keine besonderen Hitzewellen, und auch keine längeren Schlechtwetterphasen. Regen gab es selten und wenn dann meistens in der Nacht oder an den Tagen, wo wir die Netze ohnehin geschlossen hatten. Es herrschten also meist ideale Bedingungen für die Vogelfangaktivitäten an den vogel.schau.plätzen.
Zwischen 27.6. und 31.8.2008 wurden auf den Anlandebecken über 2.300 Vögel aus 53 Arten in den Netzen gefangen und beringt bzw. kontrolliert. Davon waren 360 Individuen Wiederfänge, das heißt Sie wurden schon früher im Jahr von uns beringt. 75 Vögel waren schon in einem früheren Jahr ebenfalls an unserer Station beringt worden. 4 Vögel sind an anderen Stationen beringt worden und wurden von uns kontrolliert. Davon hatten 3 einen Tschechischen Ring und 1 Kohlmeise einen Ring der Vogelwarte Radolfzell. Die genauen Beringungsdaten dieser Vögel wurden uns leider noch nicht mitgeteilt.
Mit über 2.000 Vögeln nach den ersten beiden Monaten der Beringung heuer begann das Jahr schon einmal viel besser als die letzten beiden Jahre, in denen jeweils insgesamt nur knapp über 2.800 Vögel gefangen wurden.
Besonders auffällig ist dabei der viel höhere Anteil an Rohrsängern im heurigen Jahr. Der Sumpfrohrsänger ist heuer wieder mit Abstand der häufigste Vogel mit 580 gefangenen Individuen bis 31.8. Der zweithäufigste Vogel in den Netzen ist der Schilfrohrsänger mit 340 Fängen. Zum Vergleich: im Jahr 2007 wurden insgesamt 297 Sumpf- und 142 Schilfrohrsänger gefangen.
Ebenfalls auffällig waren die vielen Wendehälse (35 bis 31.8. gegenüber 24 insgesamt 2003, wo bisher am meisten Wendehälse gefangen wurden), sowie extrem wenige Neuntöter am Beginn der Saison. In den letzten Wochen wurden noch mehr Neuntöter gefangen, so dass bis Ende des Wegzuges der Art aus dem Gebiet die Fangzahlen möglicherweise wieder im langjährigen Durchschnitt liegen werden. Es gab bei den Neuntötern aber offensichtlich eine starke Verschiebung des Brutbeginns.
Bei den anderen Arten gibt es nicht so große Unterschiede zu anderen Jahren, bzw. sind sie nicht so deutlich sichtbar, weil die Fangzahlen geringer sind. Es wurden heuer aber auch schon einige Seltenheiten für die Station beringt, z.B. Waldlaubsänger, Bienenfresser, Sumpfmeise, Kleiber, Uferschwalbe (die an den Zwischenlagern gebrütet haben), Grauschnäpper, Halsbandschnäpper, sowie Sprosser, Baumpieper und eine Turteltaube.
Die Beringung auf der Station Hohenau-Ringelsdorf geht heuer noch bis zum 27. Oktober, jeweils von Freitag Früh bis Montag Mittag. Besucher können in dieser Zeit zur Station kommen um beim Beringen zuzusehen.
Eine Liste der bisher im Jahr 2008 beringten Vögel gibt es hier (pdf, 56 KB).
zur Beringungsstation
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| AURING-Radausflug |
|
31.07.08 |
| |
|
|
Wir danken Mag. Clemens Purtscher aus Wien XIV für den folgenden Beitrag:
Aus dem Radausflug von Hohenau nach Bernhardsthal am 27. Juli wurde spontan eine 3-Länder-Tour: Wir radelten bei Bernhardsthal über die österreichisch-tschechische Grenze, überquerten die Thaya, legten eine kurze Rast beim Jagdschlösschen Pohansko ein und fuhren dann weiter durch Landshut und über die March in die Slowakei. Dort folgten wir dem Marchdamm südwärts bis zum Grenzübergang bei Hohenau. Diese sehr interessante Tour konnten wir bei bestem Sommer-Radwetter genießen.
Die Vogelwelt präsentierte sich u.a. mit (zumindest für den Wiener) faszinierend großen Schwalbenansammlungen, zahlreichen Neuntötern entlang des Weges und etlichen Greifvögeln, die allerdings zum Großteil unbestimmt bleiben mussten. Konkret begegneten wir (in der Reihenfolge des Auftretens): Hausspatz, Straßentaube, Girlitz, Grünling, Mehlschwalbe, Türkentaube, Weißstorch, Rauchschwalbe, Stieglitz, Turmfalke, Feldspatz, Star, Neuntöter (familienweise), Ringeltaube, Bachstelze, Bluthänfling, Grauschnäpper, Turteltaube, Rotmilan, Amsel, Pirol (Altvogel sing, Junge rufen), Schwarzmilan, Kohlmeise, Kleiber, Stockente, Hausrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Mäusebussard, Fasan.
Bei einem Abstecher zur Thaya-March-Mündung sahen bzw. hörten wir (neben unheimlich vielen Nachwuchsfröschen) noch:
Zaunkönig, Graureiher, Eisvogel, Schwarzspecht, Kuckuck, Schwarzstorch und Buntspecht.
Eine besonders schöne Vorstellung gab der sehr freundliche Eisvogel, der - offenbar zur Gefiederpflege - immer wieder kurz ins Wasser tauchte, um sich dazwischen jeweils auf einem Ast gründlich zu putzen.
Vielen Dank für diesen sehr schönen Ausflug in dieser sehr schönen Region! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| AURING Schwalbenprojekt |
|
04.07.08 |
| |
|
|
Das Schwalbenprojekt des Verein AURING läuft nun seit 2002, im sechsten Jahr haben 24 Schwalbenbetreuerinnen und - betreuer den Brutbestand und den Bruterfolg von fast 50 Rauchschwalben- und Mehlschwalben-Kolonien erfasst.
Der Bestand der Mehlschwalbe blieb in den sechs Jahren weitgehend stabil, die Fähigkeit, fast alljährlich zwei Bruten aufzuziehen hilft ihr, ungünstige Wetterphasen zu überstehen. Die Rauchschwalbe wurde in den ersten drei Projektjahren häufiger, ist aber seit dem Jahr 2005 wieder stetig zurückgegangen. Sie hatte seit dem Jahr 2002 kein Jahr mehr mit wirklich gutem Bruterfolg. Die Details finden sich im Bericht.
Wohnen Sie auch mit Schwalben unter einem Dach? Bitte helfen Sie mit und beteiligen sich am AURING-Schwalbenprojekt!
Schwalbenprojekt Infos & Downloads
|
|
 |
 |
|
|
| Saisonauftakt! |
|
03.07.08 |
| |
|
|
Am Sonntag, den 29. Juni, trafen sich die Auring-Ökopädagogen mit der Vereinsführung im – derzeit noch namenslosen – Vereinshaus, um noch vor dessen offizieller Eröffnung am 14. September dieses Jahres die Weichen für den Probebetrieb in diesem Sommer zu stellen. Das neue Zentrum, welches künftig nicht nur das Herz der vogel.schau.plätze, sondern vor allem auch die erste Anlaufstelle für die Besucher der Grenzlandregion darstellen soll, präsentierte sich dabei nach einer Vielzahl schweißtreibender, hirnzellen- und nervenaufreibender ehrenamtlicher Arbeitsstunden vieler Helfer sowie einiger besonders eifriger und fleißiger Handwerker bereits vollends einsatztauglich! Somit steht der Öffnung des Gebäudes für Besucher und Auskunft Suchende nichts mehr im Wege, und es wird ab nun im Sommer jedes Wochenende besetzt sein!
Nach dieser wichtigen und konstruktiven Besprechung konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Nach einem üppigen Grillmahl wechselten alle Anwesenden „ein paar Meter“ weiter zu den Kollegen bei der Beringungsstation, wo zusammen mit Freunden des Vereins bei Kaffee und Kuchen die Beringungssaison 2008 eröffnet wurde.
Somit erwarten Sie im Sommer zwei Auring-Teams in zwei Stationen, um einerseits die Region mit ihren Naturschätzen und andererseits die Vogelberingung aus nächster Nähe vorzustellen!
Fotos |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| GEO Tag der Artenvielfalt in Bernhardsthal am 14. Juni 2008 |
|
02.07.08 |
| |
|
|
Der diesjährige GEO Tag der Artenvielfalt des Vereins Auring stieß auf reges Interesse. Wie auch im Vorjahr gab es Exkursionen zu verschiedenen Themen wie Feuchtwiesen, Teich und Uferzonen, Vogelparadies Bernhardsthaler Ebene oder Artenvielfalt Föhrenwald. Bei den anwesenden Wissenschaftern und Fachleuten konnten die zahlreichen naturinterressierten Besucher einiges über die Flora und Fauna der Region erfahren.
Artenliste (pdf, 80 KB)
Link: www.geo.de |
|
 |
zu den Fotos |
|
 |
|
|
| AURING-Vereinhaus fertiggestellt! |
|
25.06.08 |
| |
|
|
Die alte Sportplatzkantine - das nunmehrige AURING Vereinshaus - ist fertiggestellt! Herzlichen Dank an alle, die uns dabei finanziell oder mit Sachspenden unterstützt haben, und natürlich auch an all die vielen Helfer, die von wenigen Stunden bis zu vielen Wochen unentgeltlich mitgearbeitet haben. Jeder Handgriff hat uns diesem Ziel näher gebracht.
Übrigens suchen wir noch nach einem Namen für das Gebäude und freuen uns auf viele Vorschläge an info(at)auring.at! Das Haus wird im Sommer am Samstagen und Sonntagen offen sein um Gästen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Nachtwanderung auf den Rabensburger Bauernwiesen am 31. Mai |
|
11.06.08 |
| |
|
|
Unter sommerlichen Bedingungen konnten zunächst bei einer abendlichen Rundschau auf den Feldern bei Rabensburg zumindest vier Rohrweihen bei der Jagd beobachtet werden, weiters ließen sich zwei Turmfalken und ein Mäusebussard blicken, ansonsten waren in der wenig strukturierten Landschaft praktisch nur Feldlerchen und zahlreiche Feldhasen zu sehen. Doch bereits die Hecke am Bahndamm mit Neuntöter, Girlitz oder Türkentaube ließ erahnen, welche Vielfalt auch in der ausgeräumten Agrarlandschaft möglich wäre, wenn nur ein paar Gehölzstreifen mehr vorhanden wären. Danach ging es weiter auf die Bauernwiesen an der Thaya. Bei einer Umrundung der Mühlgrabenwiesen galt das Hauptinteresse dem Wachtelkönig. Allerdings ist heuer in den March-Thaya-Auen anscheinend kein gutes Jahr für diesen „Adeligen“, sodass auch hier lediglich drei Vögel festgestellt werden konnten. Dafür kamen vor Sonnenuntergang unter anderem Schwarzkehlchen, Grauammer, Singdrossel oder Grauschnäpper ins Zentrum der Spektivlinse, Graureiher und Weißstorch schauten vorbei, und auch die Nachtigallen schlugen brav an. Nach Einbruch der Dunkelheit war schließlich das mechanische Schnarren von Feld- und Schlagschwirl ständiger Begleiter, dazu gab die Rabensburger Laubfrosch-Rotbauchunken-Philharmonie ihr Konzert zu den aufkommenden Nebelschleiern. Ein abschließender Höhepunkt waren dann sicher noch die klagenden Bettelrufe der beiden jungen Waldohreulen an der Thaya.
Der Wachtelkönig ließ zwar etwas aus, aber nach einer schönen Runde mit insgesamt zumindest 39 Vogelarten waren letztlich alle sehr zufrieden. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Ergebnisse der Wasservogelzählungen an March und Thaya im Winter 2007/08 |
|
09.06.08 |
| |
|
|
Seit dem Winter 1992/93 werden alljährlich die Wasservögel, aber auch Greifvögel und andere ausgewählte Arten entlang von March und Thaya gezählt. Mit dem heurigen Winter liegen dem AURING nun Zählreihen von 16 Jahren vor. 15 Vogelkundler waren allein in diesem Winter im Einsatz!
Mit einem Wasservogelbestand von bis zu knapp 8.600 Individuen (im Jänner) erweist sich das Gebiet erneut als Rastgebiet von nationaler Bedeutung. Der Verlust des Kühlteiches wurde zumindest von der Stockente durch Verlagerung auf die angrenzende Thaya und obere March kompensiert, wobei der dort deutlich höhere Störungsdruck sicher zu Beeinträchtigungen führte.
Weitgehend verschwunden sind jedoch die in den letzten Wintern in bedeutender Anzahl hier überwinternden Gänse. Ersatzschlafplätze konnten auf slowakischer Seite der March im weiteren Vorland gefunden werden, die jedoch ebenfalls nicht diese Ruhequalität (keine Jagd) aufweisen.
Sehr schwach waren im heurigen Winter wohl durch die milde Großwetterlage bedingt die nordischen Säger und die Schellente. Gleichzeitig waren aber auch die Bestände von Zwergtaucher, Höckerschwan und Blässhuhn sehr dürftig.
Die Greifvogelbestände waren mit Ausnahme der Adler und Milane gering, wie in vielen Regionen Ostösterreichs. Überraschend ist hingegen das schwache Abschneiden der Limikolen, Möwen und ufergebundenen Singvögel im heurigen milden Winter.
„Seltenste Art“ des Winters war eine Zwergschnepfe am Mündungslauf der March bei Markthof am 16.2.2008.
Ergebnisse (pdf, 244 KB) |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Star aus Ringelsdorf überwintert in Algerien! |
|
09.06.08 |
| |
|
|
| Wie unsere Vogelwarte in Radolfzell uns mitteilte, gelang wieder ein Fund eines von der Beringungsstation in Ringelsdorf markierten Stares. Zu unserer großen Freude ist es der erste Nordafrika-Fund eines an den vogel.schau.plätzen beringten Vogels! Der Star mit der Ringnummer EC 11829, der als Jungvogel am 18.8.2006 auf den Anlandebecken beringt wurde, konnte am 9.2.2008 in seinem Winterquartier in Nordalgerien bei Freha (Tizi Ouzou) tot gefunden werden. Gemeldet hat den Fund Herr Hamadas Belkacem (Village Timerzouga). Die Strecke zwischen Ringelsdorf und Freha beträgt 1.667 km, die Zugrichtung ist Südwest. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Frösche töpfern |
|
12.05.08 |
| |
|
|
Ein Frosch-Erlebnis der anderen Art: Ende April waren Schulklassen eingeladen, im Rahmen einer Amphibien-Exkursion auch kreativ tätig zu werden. Unter Anleitung der Künstlerin Christiane Mair entstanden lustige Ton-Frösche, die die SchülerInnen dann mit nach Hause nehmen durften!
Noch ein Hinweis: Bis zum 31. Mai können Gedichte und RAPs zum Laubfrosch eingeschickt werden, Näheres unter http://www.auring.at/_pdf/Laubfrosch-Rap.pdf. |
|
 |
zu den Bildern |
|
 |
|
|
| FroschzAUber |
|
17.04.08 |
| |
|
|
Es wird damit gerechnet, dass in naher Zukunft bis zu 50 Prozent der weltweit existierenden Amphibienarten aussterben werden – das größte Massensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen 2008 zum Jahr des Frosches erklärt. Bei einer kurzen Wanderung zur Amphibienschutzanlage und einigen Kleingewässern am 12. April wurden Frosch & Co. in ihren unterschiedlichen Lebensräumen vorgestellt und der Frage nachgegangen, warum diese Tiere so stark gefährdet sind und was wir für die Lurche tun können.
Fotos von Renate Bohrn. |
|
 |
zu den Bildern |
|
 |
|
|
| Neue Leitung zur Versorgung der Absetzbecken mit Marchwasser |
|
07.04.08 |
| |
|
|
Die neue Leitung zur Versorgung der Absetzbecken mit Marchwasser ist jetzt fertiggestellt und funktioniert zur vollsten Zufriedenheit! Am Freitag, 4. 4. um 17:20 Uhr wurde die Pumpe eingeschaltet und bis Sonntag Vormittag war der Pegelstand im Becken 3 bereits bei 35 cm angelangt! Ca. 1 Hektar war damit schon seicht unter Wasser gesetzt. Kiebitz und Rotschenkel haben von dem neuen "Angebot" sofort Gebrauch gemacht! Das Foto zeigt einen Blick aus dem Beobachtungsversteck am Becken Nr. 3.
Ab jetzt sind wir selber in der Lage diese Flächen für den Vogelschutz so zu gestalten, dass je nach Jahreszeit optimale Bedingungen für den Vogelzug herrschen! Unabhängig von der ehemaligen Zuckerfabrik, wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Wasserversorung über den Reinwasserkanal und die neu verlegte Rohrleitung gewährleistet. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Vorfrühling in der Marchau |
|
04.04.08 |
| |
|
|
Bei der von Hella Klosius und Gernot Waiss geführten AURING-Wanderung von Drösing nach Sierndorf am 29. März entstanden die folgenden Bilder. In den Sandbergen zerstörte Sturm-Tief Emma einen Großteil des Föhrenwaldes. In Drösing nahe der Überfuhr gelangen Beobachtungen von Weißstörchen, Kormoranen und Graureihern in ihrer Baumwohngemeinschaft. Unweit davon wurden 2 Waldohreulen gesichtet, von denen sich eine gut durch das Spektiv fotografieren ließ. Auch Frösche waren unterwegs - einen Laubfrosch hat Lukas auf der Hand sitzen.
Fotos von Susanne Kruder |
|
 |
zu den Bildern |
|
 |
|
|
Der Laubfrosch Hyla arborea ist der Froschlurch des Jahres 2008!
|
|
01.04.08 |
| |
|
|
Wer kennt ihn nicht, den Klettermaxe?! Ist er doch als Sympathieträger häufig in der Werbung oder auch als vermeintlicher Wetterprophet anzutreffen. Aber wer konnte ich schon draußen in der Natur beobachten?!
Die AURING-Mitarbeiterinnen Ute Nüsken und Renate Bohrn haben einige Infos zur Biologie dieses Baumfrosches zusammengestellt und verschiedene Arbeitsblätter entwickelt. Diese findet man auf der Homepage des Schulbuch-Verlages Dorner in Wien.
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| „Sei kein Frosch“ als UN-Dekadenprojekt ausgezeichnet |
|
23.03.08 |
| |
|
|
Die Jury des Fachbeirats „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Österreichischen UNESCO-Kommission hat das Projekt „Sei kein Frosch“ für die Auszeichnung als österreichisches Dekadenprojekt vorgeschlagen. Das gut ersichtliche pädagogische Konzept hinter dem Projekt sowie der handlungsorientierte Ansatz wurden von der Jury besonders positiv hervorgehoben. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung am Donnerstag, dem 19. Juni 2008.
Mehr zu "Sei kein Frosch" |
|
 |
 |
|
|
| AURING-Exkursion in den Tiergarten |
|
27.02.08 |
| Die von Regina Riegler und Karl Schiechl geleitete Exkursion durch den Tiergarten Schönbrunn war ein voller Erfolg. Hier eine kleine Fotoauswahl von Susanne Kruder. |
|
 |
zu den Bildern |
|
 |
|
|
| AURING-Bericht Brutbestand von Graureiher und Kormoran in den March-Thaya-Auen |
|
18.01.08 |
| Zum vierten Mal in Folge erhoben wir den Brutbestand der beiden Fischfresser Graureiher und Kormoran in den March-Thaya-Auen, die beide hier ihre bedeutendsten Brutplätze in Österreich haben. Die vier derzeit bestehenden Kolonien - drei große Kolonien bei Drösing, Stillfried und Marchegg sowie eine kleine bei Ringelsdorf - wurden mit dem Ultraleichtflugzeug während der Brutzeit zweimal aus der Luft kontrolliert. Der Brutbestand liegt bei 305-315 Brutpaaren für den Graureiher und 51 Brutpaaren für den Kormoran. Während die Anzahl der Brutpaare aufgrund des sehr günstigen feuchten Jahres 2006 hoch war, konnten die Graureiher nur wenige Junge aufziehen. Grund dafür war die trockene und warme Winter- und Frühlingszeit des Jahres 2007, bei der die wichtigsten Nahrungsgründe zu früh trocken fielen. Im aktuellen "Fischfresser-Bericht" findet sich eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse und Methodik. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Brutinseln im Anlandebecken 3 |
|
23.12.07 |
Mit bloßen Händen, Sensen und viel Muskeleinsatz stellten sich Mitglieder des Vereins AURING Mitte Dezember der dichten Vegetation des "3er Beckens" und rodeten Flächen, um sie im kommenden Frühjahr für Flussseeschwalben, Lachmöwen & Co. als Brutinseln verfügbar zu machen. Die Bilder zeigen Regina Riegler, Karl Schiechl und Jakob Pöhacker bei der schweißtreibenden Arbeit (Fotos bereitgestellt von ebendiesen)! |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| 60 Vogelarten beim World Bird Day in Hohenau - Ringelsdorf |
|
08.10.07 |
Am Sonntag, den 7. Oktober war World Bird Day und der Verein AURING nahm wie bereits 2006 mit einer Vogelzugexkursion an den Rodelhügel Hohenau mit Besuch der vogel.schau.plätze teil. Schönstes sonniges, wenn auch etwas kühles Herbstwetter erlaubte eine angenehme Beobachtung der an uns vorbeiziehenden Vögel. Zeitweise waren über 20 Teilnehmer versammelt, um vorbeiziehende Finken und Eichelhäher, Kernbeißer hautnah und vieles mehr zu sehen. Highlights waren wieder die Adler - über dem Oberfeld und der Au kreisten vier Seeadler, sechs Kaiseradler und als große und schöne Überraschung ein junger Schelladler! Insgesamt konnten wir vom Rodelhügel aus 52 verschiedene Vogelarten beobachten, um einen mehr als im Vorjahr! Ein anschließender Besuch an den vogel.schau.plätzen brachte noch acht weitere Vogelarten. Der im Vorjahr so ergiebige Kühlteich war aber durch sein Trockenfallen fast vogelleer.
Artenliste World Birdwatch 2007 (pdf, 252 KB) |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| "Teichmania" gewinnt Förderpreises der GfÖ |
|
29.08.07 |
"Teichmania - Ein ökopädagogischer Beitrag zur Bewusstseinsbildung" wurde von der Gesellschaft für Ökologie für die Verleihung des Projekt-Förderpreises der GfÖ (laufendes Projekt) ausgewählt. Ziel des Projektes ist, Aufklärungsarbeit im Sinne vom Bewusstmachen ökologischer Wechselwirkungen zu leisten. Für Kinder bietet sich ein spielerisches Erforschen und damit Verstehen an. Das bereits seit zwei Jahren bewährte Naturspiel „Sei (k)ein Frosch“ wird ab Frühjahr erweitert in Form eines Lebensnetzes angeboten. Die Teilnehmer schlüpfen dabei abwechselnd in die Rollen von Storch, Frosch und Gelse und erleben damit hautnah einen Sommer im Feuchtgebiet.
Sei (k)ein Frosch |
|
 |
 |
|
|
| Tiergarten-Mitarbeiter stimmen für "Auring" |
|
21.05.07 |
Die Geschäftsführung des Tiergartens Schönbrunn hat ihren Mitarbeitern 1000 Euro zur Verfügung gestellt, um damit ein Natur- oder Tierschutzprojekt ihrer Wahl zu unterstützen. Gewonnen hat der "Auring" mit einem Drittel der abgegebenen Stimmen, inklusive Teilzeitkräfte waren 206 Mitarbeiter wahlberechtigt. Das Projekt wurde von Regina Riegler nominiert. Das Foto zeigt die Geldübergabe durch Tiergartendirektorin Dr. Dagmar Schratter an den Auring. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
Artenschutzprojekt Schleiereule Ostösterreich
Ein Projekt von BirdLife Österreich im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung/Abt. Naturschutz |
|
24.03.07 |
Die Schleiereule (Tyto alba)
Ihren Namen trägt die Schleiereule wegen ihres herzförmig ausgeprägten Gesichtsschleiers. Sie ist die hellste der bei uns vorkommenden Eulen und als ausgesprochener Kulturfolger auch diejenige, die am häufigsten in unserer Nähe brütet. Scheunen, Dachböden, Kirchtürme, Transformatorenhäuschen, Schlösser und Ruinen bieten ihr die Möglichkeit, ein Nest, das lediglich aus zerbissenen Gewöllresten besteht, anzulegen. Dort können in nahrungsreichen Jahren bis über 10 Eier ausgebrütet werden. Ungestörte, größere und halbdunkle Nischen als Neststandort sind ein wichtiger Bestandteil ihres Lebensraums ebenso wie geeignete Ruheplätze untertags. Zur Jagd nutzt diese nachtaktive Eule nahegelegene Felder und Brachen. Ihre bevorzugten Nahrungstiere, vor allem Feldmäuse und Spitzmäuse, erbeutet sie dort entweder im Suchflug oder von einem Ansitz (Zaunpfähle, etc.) aus. Die Schleiereule besitzt ein phänomenales Gehör und kann so ihre Beutetiere zielgenau auch im Dunklen orten. Spezielle Anpassungen im Federbau ermöglichen der Schleiereule einen geräuschlosen Flug. Bei erfolgreicher Brut können bis zu 40 Mäuse pro Nacht nötig sein, um die Jungvögel zu versorgen.
Im Winter ist sie auf offene Scheunen, Speicher oder Ställe angewiesen, um ausreichend Nahrung zu finden. Mäusearme Jahre sowie schneereiche Winter verursachen immer wieder Bestandseinbrüche. Zum großen Problem ist für sie das Verschließen geeigneter Brutplätze (zum Beispiel Kirchtürme und Dachböden) geworden, ebenso wie der Verlust geeigneter Nahrungsflächen.
Oft verrät die Schleiereule ihre Anwesenheit nur durch die sehr charakteristischen Gewölle, ausgewürgte Nahrungsreste (vor allem Skelettreste und Haare) in Form von großen, bauchigen Klumpen mit einem mattschwarzen Überzug. Akustisch macht sie sich durch fauchende Laute zur Revierverteidigung, oder das langgezogene Kreischen eines balzenden Männchens bemerkbar. Weibchen und Junge geben weithin hörbare Laute von sich, die an menschliches Schnarchen erinnern... |
|


 |
vergrößern |
|
| |
|
|
Bestand und Vorkommen in Österreich
Es ist nur relativ wenig über Verbreitung und Bestandsentwicklung der Schleiereule in Österreich bekannt. Die vorliegenden Daten lassen jedoch sehr wohl eine Bestandsabnahme in den letzten Jahrzehnten erkennen. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Tief- und Hügellagen Ostösterreichs vor allem in Becken und Flusstälern. Wahrscheinliche Vorkommen gibt es in Niederösterreich im Pulkautal und dem südlich anschließenden Gebieten, im Laaer Becken und der Bernhardsthaler Ebene, an wenigen Stellen entlang der March und im Marchfeld, bei Krems und am Wagram. Im Burgenland finden sie vor allem im Seewinkel und der Parndorfer Platte geeignete Lebensbedingungen. Fast 90 % der Brutnachweise befinden sich zurzeit innerhalb von Ortschaften, nur wenige in Einzelgehöften oder sonstigen Standorten. Der für ganz Österreich geschätzte Bestand von insgesamt ca. 50 Brutpaaren liegt ungleich niedriger als in allen benachbarten Ländern. Eine möglichst systematische Erfassung des heimischen Bestandes ist daher Vorraussetzung für weitere Schutzbemühungen. Ihre heimliche Lebensweise erschwert eine Erfassung, und alle Hinweise auf Sichtungen oder den Fund von Gewöllen sind sehr wertvoll. |
|
 |
vergrößern |
|
| |
|
|
Hilfe für die Schleiereule
2005 startete die erste Phase des Artenschutzprojektes Schleiereule in Niederösterreich und im Burgenland. In 3 Projektgebieten in Niederösterreich (Pulkautal und Laaer Becken, March-Thaya-Vorland, Marchfeld und Prellenkirchner Flur) werden in diesem Jahr neben einer möglichst genauen Erfassung der Schleiereulenvorkommen erste Hilfsmaßnahmen gesetzt. Das Aufhängen von mardersicheren Nistkästen schafft geeignete Brutplätze für die Schleiereulen. Wichtig ist ebenfalls eine langfristige Bestandsüberwachung, für die Mitarbeiter aus den jeweiligen Gemeinden gewonnen werden sollen. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
| |
|
|
Was können Sie tun, um dieser bedrohten Eulenart zu helfen?
Bitte melden Sie uns Schleiereulenvorkommen oder Gewöllfunde!
Werden Sie freiwillige(r) Mitarbeiter(in)
(Beobachtung bereits bekannter Vorkommen während der nächsten Jahre)
Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, schaffen Sie Einflugmöglichkeiten für die Eulen in Scheunen oder Ställen.
Da wir in den Projektgebieten (Pulkautal und Laaer Becken, March-Thaya-Vorland, Marchfeld und Prellenkirchner Flur) Nistkästen aufhängen wollen, benötigen wir dazu geeignete Standorte für die Kästen vor allem in Scheunen und Ställen. Falls Sie die Möglichkeit haben, einen Nistkasten aufzuhängen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
| |
|
|
Projektleitung:
Mag. Karin Donnerbaum
+43 650 430 63 96
info(at)schleiereule.at |
|
|
 |
|
|
| Blaukehlchen singen wieder! |
|
13.06.07 |
| Nach Abschluß der ersten Brut beginnen die Blaukehlchen-Männchen nun erneut zu singen. Rund um den Tag der Artenvielfalt waren bis zu 3 Männchen gleichzeitig vor der Beringungsstation des AURING an den Anlandebecken zu beobachten, wie sie intensiv imponierten und im niedrigen Bewuchs sangen. Die Terasse der Beringungsstation war dabei der beste Beobachtungsplatz!
Robert Kreinz und Edi Flori konnten wieder einige Aufnahmen machen. Bei einem beringten Männchen konnte sogar die Ringnummer abgelesen werden! Das Männchen B1F9679 (siehe Foto) wurde am 2.9.2002 als Jungvogel hier von uns beringt und singt nun in seinem fünften Lebensjahr immer noch im Gebiet! Trotz aller Schwierigkeiten mit Erhaltung und Pflege der vogel.schau.plätze halten uns die Blaukehlchen die Treue und erreichten heuer ihren besten Bestand mit 18 Revieren! |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Schreitvogel-Paradies Kühlteich! |
|
30.04.07 |
Durch die Umstellung auf die Wildkarpfenzucht musste der Kühlteich wie berichtet Anfang April zur Gänze abgelassen werden. Trotzdem blieben noch große Restwasserlacken zurück, in denen sich große Mengen von Fischen, vor allem des sehr robusten Gibel (Carassius auratus gibelio), sammeln. Die fischfressenden Schreitvögel haben das rasch bemerkt und stehen nun bereits seit Mitte April in großen Scharen am Kühlteich. Neben den in jeweils 100-200 Exemplaren auftretenden Graureihern und Silberreihern erscheinen auch Schwarzstörche (bis zu 30!), Weißstörche und nun auch die seltenen Seidenreiher und lassen sich vom Beobachtungsturm hervorragend beobachten!
Dem Fotographen Robert Kreinz (www.photograph-austria.at) gelangen am 28.4. nun außergewöhnlich Aufnahmen von Schwarz- und Weißstörchen, die einen wunderbaren Einblick in das Schreitvogelleben am Kühlteich geben. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Anlandebecken 3 für die vogelgerechte Beflutung optimiert |
|
19.04.07 |
Der Verein AURING simuliert mit der Beflutung der vogel.schau.plätze durch Marchwasser den Prozess des Hochwassers, das vor der Regulierung der March weit ins Vorland hinaus reichte. Dies ist eines der Hauptgründe für die Attraktivität des Gebietes für Wat- und Wasservögel. Auf den Anlandebecken – dem größten Teilbereich der vogel.schau.plätze – werden die überflutbaren Flächen auch durch gezielte Baggerarbeiten für die Beflutung optimiert. Das bisher größte derartige Vorhaben wurde im heurigen März durchgeführt. Die Firma Thomas Feichtinger (www.baumaschinen-blitz.at), die sehr viel Erfahrung im naturschutzgerechten Wasserbau mitbringt, hat mit Hilfe einer speziellen Schürfkübelraupe 14.000 m³ Erdreich bewegt und das Anlandebecken 3 zu einem optimalen Wasservogelgebiet geformt. Die Kosten dafür übernahm die Niederösterreichische Straßenbauabteilung im Rahmen ihrer Ausgleichsmaßnahmen für den neuen Grenzübergang Hohenau – Ringelsdorf.
Mitarbeiter des Vereins AURING setzten Ende März die Rohrleitungen in einer aufwändigen und anstrengenden Aktion instand. Mit Hilfe der in der Zuckerfabrik Hohenau noch stationierten Arbeiter konnte schließlich ab Anfang April das frisch „bestellte“ Becken mit Marchwasser geflutet werden. Wie das Luftbild zeigt entsteht hier ein inselreicher Flachwassersee, der bereits in den ersten Tagen von zahlreichen Limikolen und Wasservögeln angenommen wird.
Zum Beobachten der Vogelwelt an diesem Platz ist nun das Beobachtungsversteck des AURING sehr gut geeignet. Bitte seine Sie aber vorsichtig und benutzen Sie nur den Eingang, ohne den Beckendamm zu betreten. Da derzeit sehr wenig Deckung vorhanden ist, können die Vögel sehr leicht gestört werden und verlassen diesen in der derzeitigen Trockenheit sehr wichtigen Feuchtlebensraum. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Kühlteich zur Umwandlung in einen Fischteich abgelassen |
|
19.04.07 |
Wie bereits mehrfach berichtet wird der Kühlteich nach Beendigung der Nutzung durch die Zuckerfabrik in Zukunft von der Familie Machacek („Karpen & Co“) als Zuchtgewässer für den heimischen Wildkarpfen dienen. Zusammen mit AURING soll hier ein Modelfall für die erfolgreiche Kooperation Fischzucht und Vogelschutz entwickelt werden. Zuvor muß der Kühlteich jedoch durch umfangreiche Erdarbeiten auf die Anforderungen eines Fischteiches umgestaltet werden.
Vor allem das vollständige Ablassen des Gewässers zum Abfischen im Oktober muß erst ermöglicht werden. Daher wird der Kühlteich im Laufe des April abgelassen und mit Hilfe von Baggerarbeiten neu modelliert. Massive Störungen der Vogelwelt sind dabei unvermeidlich, auch die Möwen- und Seeschwalben-Kolonie wird stark beeinträchtigt werden. Im Zuge der Baumaßnahmen werden jedoch auch zahlreiche Maßnahmen wie die Anlage von Brutinseln oder die Schaffung eines Amphibienlaichbereiches umgesetzt, die die Qualität des Kühlteiches in Zukunft stark verbessern werden. Auch die Watvögel und Schreitvögel profitieren derzeit von der ungewohnten Situation: Bis zu 12 Schwarzstörche und über 100 Silberreiher waren Mitte April zum „Abfischen“ hier, unter den Watvögeln erschienen unter anderem kleine Trupps von Grünschenkeln und Kampfläufern, viele Flußregenpfeifer-Paare balzen. Wir hoffen jedenfalls, dass die Bauarbeiten so rasch wie möglich abgeschlossen werden können. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
Internationaler Schülerwettbewerb:
Danube Art Master 2007 - Kreativität im Donauraum |
|
03.04.07 |
Nimm teil am Danube Day und hilf mit, die Zukunft der Donau zu sichern. Aufgrund des großen Erfolges im letzten Jahr sucht das Danube Environmental Forum (DEF) in Partnerschaft mit dem österreichischen Lebensministerium und dem Distelverein auch heuer wieder den "Danube Art Master".
Anlässlich des Danube Day 2007 mit dem Motto "Celebrating Danube Cultures" ist jeder Schüler und jede Schule im Einzugsgebiet der Donau eingeladen, die Vielfalt und den Formenreichtum der Donau durch ein Kunstwerk darzustellen und für den Internationalen Schülerwettbewerb einzureichen. Schaffe Dein Kunstwerk und werde "Danube Art Master 2007"!
Weitere Informationen:
Danube Art Master 2007 (pdf, 64 KB)
Danube Art Master 2007 Poster (pdf, 220 KB)
Link:
www.danubeday.org
|
|
 |
 |
|
|
| AURING-Schwalbenprojekt |
|
11.03.07 |
Bitte helfen Sie uns bei der Beobachtung der Schwalben! Mit Hilfe des Erhebungsformulares kann man dem Verein AURING die Beobachtungen "seiner" Schwalben-Brutplätze zuschicken und am Schwalben-Projekt mitmachen. Die wichtigste Fragen ist: Wieviele Nester sind besetzt? Wer seine Kolonie besser verfolgen kann, kann uns auch folgende Informationen geben: Wann kommen die Schwalben an? Wieviele Bruten hatte jedes Paar? Wieviele Junge sind bei jeder Brut ausgeflogen?
Infos und Downloads
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Nistkasten-Projekt des AURING im Drösinger Wald |
|
11.03.07 |
Seit nunmehr zehn Jahren betreut der Verein AURING die Nistkästen für Höhlenbrüter im Drösinger Wald. Die Nistkästen werden alljährlich im Spätwinter gereinigt und anhand der Nester die brütenden Vogelarten festgestellt. Neben der häufigsten Art, der Kohlmeise, ist inzwischen fast ein Drittel vom seltenen und geschützten Halsbandschnäpper besetzt. In einzelnen Kästen konnten wir im heurigen Jahr Bruten von Kleiber und erstmals auch von einem Rotkehlchen nachweisen! Wohl in Folge des feuchtkühlen Frühlings 2006 war der Meisenbestand geringer und auch beim Halsbandschnäpper die Brutverluste höher. Dazu passt auch, dass diesmal keine Wespen, Hornissen oder Hummeln in den Nistkästen gefunden werden konnten. Der Bericht stellt die Ergebnisse des Projektes der letzten zehn Jahre zusammen.
Bericht herunterladen (pdf, 256 KB)
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Auring-Wanderung Drösinger Wald |
|
07.03.07 |
Der Drösinger Wald, ein nach einer jahrhundertealten Tradition bewirtschafteter Mittelwald, weist eindrucksvolle alte Eichen auf und wird von zahlreichen Gewässern durchzogen. Den Ausgangspunkt unserer Wanderung am 4. März bildete der Simperlberg, ein sagenumwobener Berg aus der Jungsteinzeit. Die Wanderung führte am Damm flussaufwärts, vorbei an der Kormoran- und Graureiherkolonie (ca. 120 Horste, wobei die Kormorane in hoch gelegenen Nestern brüten, was eher die Ausnahme darstellt). Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit Schokolade und süßen Möweneiern wanderten wir durch den frühlingshaften Auwald wieder zurück. Im "gatschigen" Boden entdeckten wir Spuren von Hirsch, Reh, Wildschwein und Dachs. Zum Schluss durchquerten wir das Drösinger Agrarland, das von Grau- und Blässgänsen zur Nahrungssuche genutzt wird. Weit hörbar und nicht zu übersehen waren die ersten singenden Feldlerchen. Immer wieder tauchten Rotmilane am Himmel auf, auch ein Pärchen im Synchronflug konnte längere Zeit beobachtet werden. Weitere Highlights bildeten Kleinspecht, Wintergoldhähnchen und Schwanzmeisen. Die Wanderung fand ihren gemütlichen Ausklang beim Dorfwirt Zobel mit Würstl, Bohnensuppe, Kaffee und Strudl. Insgesamt konnten wir knapp 30 Vogelarten beobachten!
H. Klosius |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Wieder eine Ringelsdorfer Rohrammer in Spanien! |
|
26.01.07 |
Nachdem bereits letztes Jahr eine unserer Rohrammern in Spanien von Beringeren kontrolliert wurde, haben wir auch heuer wieder einen spannenden Nachweis erhalten: Ein Jungvogel (Ringnummer Radolfzell C1P 5336), der am 12.8.2006 von unserer Station in Ringelsdorf beringt wurde, konnte am 9.11.2006 in einer Entfernung von 1.279 km in den Estanys de Palau bei Girona im Nordosten von Spanien von Vogelkundlern kontrolliert werden! Der Fund ist umso überraschender als es sich offenbar um einen Vogel handelt, der im March-Thaya-Raum erbrütet wurde. Von diesen haben wir bisher nur Nachweise aus italienischen Winterquartieren!
Ringfunde-Meldungen
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| AURING-Wanderung Rabensburg - Hohenau |
|
16.12.06 |
Am 8.12. fand die letzte AURING-Wanderung des heurigen Jahres statt - wir gingen von Rabensburg über die Bauernwiesen und die Thaya-Auen vorbei an der Thaya-Mündung zum abendlichen Gänseeinflug am Kühlteich. Es hätte eine Winterwanderung werden sollen, entpuppte sich aber als warme und sonnige Frühlingswanderung. Bei über 10°C entdeckten wir nicht nur einzelne Moorfrösche und Wasserfrösche, auch zwei Tagpfauenaugen flatterten im milden Sonnenlicht.
Die Vogelwelt zeigte sich von ihrer schönen Seite: An den Bauernwiesen konnten wir neben zwei Rotmilanen und drei Seeadlern auch das lokale Kaiseradler-Paar bei seinen Balzflügen bewundern. Schöne Beobachtungen glückten uns auch von Grauspecht, Mittelspecht und Blutspecht, drei Raubwürger jagten entlang unserer Wanderstrecke.
Besonders stimmungsvoll war schließlich der Tagesausklang am Kühlteich. Wie riesige Schneeflocken purzelten 58 Silberreiher auf die Wasserfläche zur Übernachtung herab. Und im letzten Abendlicht flogen schließlich mit lautem Geschnatter 1.450 Gänse über den Fürstenwald und landeten auf dem Wasser, wo an die 2.300 Stockenten (darunter der erste Zwergsäger) warteten.
In den folgenden Tagen stieg der Bestand der übernachtenden Gänse (vorwiegend Bläßgänse) auf etwa 4.000 Vögel an, mit den zunehmend kühleren Tagen dürfte nun endlich Bewegung in diese nordischen Gäste kommen. Ein abendlicher (oder frühmorgendlicher) Besuch am Kühlteich ist in den nächsten Tagen also sicher lohnenswert! |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| PETITION ROTE LISTE URZEITKREBSE! |
|
07.11.06 |
Die March-Thaya-Auen stellen das bedeutendste Refugium für Urzeitkrebse in Österreich dar - einige Arten kommen ausschließlich hier vor. Zwei Naturschutzgebiete - bei Marchegg und Markthof - wurden bereits exklusiv für diese ungewöhnliche Tiergruppe eingerichtet. Leider scheinen die hochgradig gefährdeten Urzeitkrebse nicht in den Roten Listen der gefährdeten Tierarten Österreichs auf, da eine Bearbeitung aus "budgetären" Gründen bisher nicht finanziert wurde. Wir möchten daher bitten, den von den heimischen Urzeitkrebs-Forschern Erich Eder und Walter Hödl formulierten Aufruf zu unterstützen: Bitte unterschreiben auf
http://www.urzeitkrebse.org/ |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Neuigkeiten von der Avifaunistischen Kommission Österreich (AFK) |
|
28.10.06 |
Die AFK hat sich heuer im Sommer neu konstituiert und einige Änderungen beschlossen bzw. in Angriff genommen:
Die Begutachtung und Vorbeurteilung der Beobachtungsmeldungen erfolgt mittlerweile per Internet und geht somit zügiger voran als in den letzten Jahren. Momentan werden alle Meldungen aus dem Jahr 2005 bearbeitet, um bei der nächsten Kommissionssitzung bereits endgültig beurteilt zu werden.
Das Meldeformular wurde überarbeitet und steht auf der Homepage von BirdLife Österreich zur Verfügung. Da auf dem neuen Formular einerseits neue Punkte aufgenommen wurden und es andererseits leichter elektronisch weiterverarbeitet werden kann, ersuchen wir alle Beobachter, dieses neue Meldeformular zu verwenden und die Beobachtungen möglichst elektronisch an office@birdlife.at zu senden.
Auf der Homepage stehen nunmehr übrigens alle noch nicht in der Egretta publizierten Entscheidungen der AFK als Download zur Verfügung. Der nächste AFK-Bericht ist für 2007 geplant und soll die Beobachtungen der Jahre 2001-2005 beinhalten.
Neu ist auch eine verbesserte Information der Melder in Form von Eingangsbestätigung einerseits und Informationsschreiben betreffend der Kommissionsentscheidung (ab der nächsten Kommissionssitzung) andererseits.
Die Kommissionsmitglieder wurden für die kommenden drei Jahre bestätigt. Leander Khil wurde als Non-voting Member zur Unterstützung v.a. der Internetbearbeitung aufgenommen. Den Vorsitz der Kommission hat Johannes Laber übernommen.
BirdLife Österreich |
|
 |
 |
|
|
| 75 Vogelarten im Rahmen des World Birdwatch 2006 in Hohenau – Ringelsdorf! |
|
12.10.06 |
Der Verein AURING beteiligte sich heuer am weltweit stattfindenden World Birdwatch, der alljährlich von BirdLife International organisiert wird. Bereits am frühen Morgen des 8. Oktober standen wir am Rodelhügel beim Aubad Hohenau, wo wir eine gute Übersicht über das Auvorland hatten und den gerade ablaufenden Vogelzug in den Süden erleben konnten. Ohne uns von der Stelle zu bewegen konnten wir bis zu Mittag insgesamt 51 Vogelarten entdecken! Die herausragenden Beobachtungen waren das gemeinsame Kreisen von fünf Kaiseradlern (darunter das Brutpaar mit seinem Jungen aus dem Soutok) und das Auftauchen von sieben Seeadlern, die in der Thermik über dem Oberfeld segelten! Unter den vielen anderen Arten waren vor allem ziehende Sperber, Habichte und Mäusebussarde auffällig, auch Rotmilan und Sakerfalke durften nicht fehlen und gleich am Morgen zog eine Heidelerche südwärts. Zum Abschluß kreiste noch ein grüner Wellensittich um uns. Anschließend konnten die Mitarbeiter der Beringungsstation noch weitere 15 Vogelarten am Kühlteich nachweisen, darunter einen Kiebitzregenpfeifer. Neun weitere Arten, die zusätzlich noch an der Beringungsstation Ringelsdorf gesichtet werden konnten, brachten uns schließlich auf eine Tagesliste von 75 verschiedenen Vogelarten!
Am selben Tag beteiligten sich AURING-Mitglieder am „Vogelkiek“ an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein, dem dortigen World Birdwatch. Mit 74 Arten wurde dort ein recht ähnlicher Artenreichtum festgestellt!
Eine Liste mit allen nachgewiesenen Vogelarten am World Birdwatch 2006 in Hohenau – Ringelsdorf kann hier heruntergeladen werden:
herunterladen (pdf, 248 KB)
Link: Westküsten-Vogel-Kiek |
|
|
 |
|
|
| Botulismus-Ausbruch an den vogel.schau.plätzen |
|
05.10.06 |
Im heurigen Sommer kam es vor allem am Kühlteich zu einem Ausbruch der Vogelvergiftung Botulismus, die für den Menschen ungefährlich ist, für Wasservögel jedoch in den meisten Fällen zum Tod führt. Auslöser sind die Ausscheidungsprodukte eines Bakteriums, das durch die extreme Hitzeperiode im Juni und Juli gefördert wurde. Ein regelmäßiges Absammeln der toten Vögel durch den Verein AURING und die Hohenauer Berg- und Naturwacht verhinderte einen unkontrollierten Ausbruch – seit Anfang September sind keine weiteren Todesfälle aufgetreten. Eine Übersicht über Botulismus und sein Auftreten an den vogel.schau.plätzen gibt ein Bericht des Vereins AURING.
herunterladen (pdf, 160 KB)
|
|
|
 |
|
|
| BirdRace im Magazin GEO |
|
22.09.06 |
Die Beilage der September-Ausgabe des Magazin GEO wirft einen Rückblick auf den GEO-Tag der Artenvielfalt 2006. Der zum 8. Mal veranstaltete "GTdA" hatte mit mehr als 20.000 Teilnehmern so viele wie nie zuvor. Die GEO-Extra Beilage stellt eine Auswahl aus der großen Vielfalt der diesjährigen Inventuren im Grünen vor und widmet gleich eine Doppelseite dem heurigen BirdRace in den March-Thaya-Auen!
GEO online
Mehr zum "GTdA" in den March-Thaya-Auen |
|
 |
 |
|
|
| Böhmischer Schwarzstorch rastet am Kühlteich! |
|
20.09.06 |
Im Zuge von Fotoaufnahmen gelang Robert Kreinz am 26.8. herrliche Aufnahmen eines adulten Schwarzstorches, der am Kühlteich rastete. Ein Blick auf die Beine zeigt – der Vogel trägt Ringe, dabei einen Farbring zum Ablesen. Auf Nachfrage bei den Schwarzstorch-Beringern konnte bald geklärt werden, woher der Vogel stammt. Er schlüpfte im Jahr 2003 zusammen mit drei Geschwistern in einem Horst in Nordböhmen bei Decin - 310 km in nordnordwestlicher Richtung von Hohenau entfernt. Der Horst befindet sich in einer eindrucksvollen Felswand, wie das Foto von Vaclav Sojka zeigt! Auf seinem Zug in die afrikanischen Winterquartiere quert er offenbar die March-Auen, der Vogel wurde auch schon (im Jahr 2004) in Israel gesichtet, wohin es auch einen vom AURING in Drösing beringten Schwarzstorch verschlagen hat.
Derzeit halten sich viele Schwarzstörche im March-Thaya Gebiet auf - David Horal konnte in den letzten Tagen bis zu 60 auf tschechischer Seite auf Überschwemmungsflächen bei Lanzhot zählen, darunter auch weitere Vögel mit Farbringen aus Ostböhmen und Polen! |
|
 |
ganzes Bild |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Aktuelle Eindrücke vom Vogelleben am Kühlteich |
|
22.08.06 |
Wieder gelangen Robert Kreinz eindrucksvolle Fotos vom aktuellen Geschehens am Kühlteich:
Bilder
|
|
 |
zu den Bildern |
|
 |
|
|
| Sommer an den vogel.schau.plätzen |
|
22.08.2006 |
Vielen Dank an Christian Wende für diesen Bericht und die Fotos!
Bei der am 20.8. durchgeführten Sommer – Exkursion an den vogel.schau.plätzen fanden sich bei bestem Ausflugswetter 16 interessierte Besucher ein. Zu Beginn wurden die Besucher zur Beringungsstation geführt. Aufgrund mangelnden Fangerfolges, nutze man die Zeit zur Besichtigung der wertvollen Ringelsdorfer Wiesenlandschaft. Den Teilnehmern zeigten sich ein Seeadler, ein Rotmilan sowie ein größerer Trupp jagender Bienenfresser. Mittlerweile wurde bei den Vogelberingern bereits eifrig gearbeitet, und die Exkursionsteilnehmer sahen gespannt zu, wie unter anderem Schilfrohrsänger, Drosselrohrsänger und eine Gartengrasmücke beringt wurden. Außerdem wurde den Vogelfreunden der neue Flugtunnel präsentiert, der zur Vermeidung von Vogelanprall an Glasscheiben dient. Live konnte man bei diesem wissenschaftlichen Projekt miterleben wie die Versuchsvögel den Tunnel passierten und dann unversehrt wieder freigelassen wurden. Während der Mittagspause an der Beringungsstation ließ sich ein attraktiver Raubwürger nieder. Danach ging es zu den Zwischenlagern der ehemaligen Zuckerfabrik, wo sich Schwarzhalstaucher und andere Wasservögel an den mit Wasser gefüllten Becken tummelten. Einige Birdwatcher übten sich an der Bestimmung von Limikolen. Waldwasserläufer, Bruchwasserläufer und Flussuferläufer konnten schön nebeneinander verglichen werden. Vorletzte Station war der Beobachtungsturm am Kühlteich. Von dort aus konnten neben den zahlreichen Graugänsen auch die alljährlich anwesenden Löffler bewundert werden. Der schöne Abschluss einer gelungenen Exkursion war dann noch eine kleine Wanderung durch die amphibienreiche Hrudka, wo sich Weißstorch und Schwarzstorch offensichtlich sehr wohl fühlen. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Hochwasser Dokumentation |
|
19.08.06 |
Norbert Teufelbauer hat uns ein Foto von der Langen Luss geschickt, welches den Rückstau vom Donau-Hochwasser dokumentiert.
Großansicht |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| "Rohre kuppeln" abgeschlossen |
|
11.08.06 |
Durch die vom AURING verlegten und gewarteten Rohrleitungen werden die Absetzbecken mit Wasser beschickt. Sie bilden ein Mosaik aus seichtem Wasser, feuchtem und trockenem Schlamm sowie einer dichten Vegetation und ersetzen so jene Lebensräume, die ehemals an der unregulierten March vorkamen. Vergangenes Wochenende wurden dank der abgebildeten "Kupplungsmannschaft" endlich alle Rohre mit neuen Dichtungen versehen und die Leitungen bis zum letzten Becken verlegt. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Aktuelle Eindrücke vom Vogelleben am Kühlteich |
|
07.08.06 |
Bei einem Besuch am Kühlteich am 6. August gelangen Robert Kreinz folgende Aufnahmen ...
Bilder
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Kiesbrüter im Nationalpark Donauauen – ein Projekt in Kooperation mit dem Verein Auring |
|
16.07.06 |
In Kooperation mit BirdLife Österreich und dem Verein Auring werden derzeit Flussregenpfeifer und Flussuferläufer im Nationalpark Donauauen gefangen und farbberingt. Ziel der Studie ist die Erfassung von Brutbestand und –erfolg der beiden Arten und jener Habitate und Strukturen, die sie zur Brutzeit im Nationalpark nutzen. Um festzustellen, wohin die Vögel während eines Hochwassers ausweichen und welche Flächen sie anschließend besiedeln, werden Flussregenpfeifer außerdem mit Sendern versehen. Der aktuelle Stand (16.7.2006): neben 12 Flussuferläufern wurden 14 adulte und 9 junge Flussregenpfeifer mit den vom Auring zur Verfügung gestellten Japannetzen, Reusen- und Prielfallen gefangen. Die jungen Flussregenpfeifer sind farblich perfekt an den Untergrund aus Schotter und Kies angepasst und können – einmal entdeckt - mit freier Hand gefangen werden. Zum Zeitpunkt des Beringens wogen die „Pulli“ zarte 5 bis 10 Gramm. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Eröffnung der Beringungssaison 2006 |
|
10.07.06 |
| Am 1. Juli wurde die heurige Beringungssaison eröffnet. Neben Kaffee und Kuchen gab es die Möglichkeit, bei der Vogelberingung und den Versuchen zur Vermeidung von Vogelanprall an Glasflächen zuzusehen. Die Beringungsstation ist bis Oktober jeweils von Freitag bis Montag besetzt. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Vermeidung von Vogelanprall an Glasflächen |
|
23.06.06 |
| Der neue, verbesserte Tunnel für die Versuche zur Vermeidung von Vogelanprall an Glasscheiben ist von der Fa. Schweinberger, Niederabsdorf in Zusammenarbeit und nach Entwürfen von Martin Rössler und Wolfgang Laube fertig gestellt und an Ort und Stelle montiert worden! Spiegel leiten das Sonnenlicht auch vor die Glasscheibe, damit wird die Situation in der Natur noch getreuer simuliert! Jetzt stehen noch letzte Justierungen an, dann kann der drehbare Tunnel mit Beginn der Beringungssaison Anfang Juli "in Betrieb gehen"! |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| AURING – Team gewinnt das 3rd Austrian Birdrace in Wien! |
|
15.06.06 |
Nach dem knappen 2. Platz beim 2nd Austrian birdrace in Hohenau konnte das Auring – Team beim Birdrace in Wien am 09./10.06.2006 den 1. Platz erreichen! Nach einem (fast) 24 Stunden Marathon quer durch Wien wurde es bei der Siegerehrung dann so richtig spannend – die ersten 3 Teams konnten alle exakt die gleiche Anzahl an Vogelarten – nämlich 81 – vorweisen, ausschlaggebend waren dann die sogenannten „blocker“ – Arten, die nur das jeweilige Team gesehen hatte - und da konnte das Auring – Team dann noch zusätzlich punkten und somit vor dem Team Nationalpark Donauauen und dem Team Boku landen. Insgesamt konnten die 12 Teams im Wiener Stadtgebiet 107 Vogelarten entdecken – angesichts der doch teilweise sehr unfreundlichen Wetterbedingungen eine beachtliche Anzahl. Es wurden spezielle Arten wie Flussregenpfeifer, Heidelerche, Wanderfalke oder Steinschmätzer von den Teilnehmern beobachtet, für eine Großstadt wie Wien doch außergewöhnliche Arten. Insgesamt konnten für die Arbeiten des Vereins Auring über 4000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden! Der Verein Auring bedankt sich herzlich bei den Sponsoren: bei der Europaakademie Dr. Roland – speziell Mag. Matthias Roland - für die wirklich großzügige finanzielle Unterstützung, bei Swarovski – Optik für die tollen Sachpreise, den Wiener Lienen – Verkehrsverbund Ostregion für Sachpreise und die freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für alle Teilnehmer, der Firma Farmgold für Sachpreise und Sponsoring, sowie den Teamsponsoren Tiergarten Schönbrunn und Nationalpark Donauauen, und der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 für die Organisation der Schlussveranstaltung und Sachpreise, sowie den Magistratsabteilungen 49 (Forstamt) und 45 (Wasserbau). Die Sponsorengelder werden für die Aufwertung der Brutinseln im Kühlteich Hohenau und die Wasserversorgung der Absetzbecken eingesetzt.
Bilder
Link: bird.at |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Aktuelles von den vogel.schau.plätzen |
|
09.06.06 |
Durch das anhaltende Hochwasser ist der Wasserstand am Kühlteich sehr hoch, die Lachmöwen (etwa 20 Paare) und die Flußseeschwalben (wieder 30 Paare) drängeln sich daher auf den Brutflößen, die sichere Brutplätze darstellen. Neben einer Graugans-Familie mit 6 Jungen sind derzeit auch 7 verschiedene Entenarten anwesend, darunter auch die Kolbenente. Überraschend erscheinen noch späte Durchzügler, so konnte Werner Rom hier am 3. Juni zwei Odinshühnchen - eine hochnordische Limikolenart - beobachten! Die Blaukehlchen starten nun mit ihrer zweiten Gesangsphase - Besucher können nun in den frühen Vormittagsstunden im Nahbereich der Beringungsstation ihr Glück versuchen, wo auch reichlich Sumpfrohrsänger und Dorngrasmücken singen. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| 135 Vogelarten in 24 Stunden - erfolgreicher Birdrace in den March-Thaya-Auen! Über 550 Tier- und Pflanzenarten am GEO-Tag der Artenvielfalt! |
|
14.05.06 |
Am 12.-13. Mai fand erstmals in den March-Thaya-Auen ein grenzüberschreitender Birdrace statt. Vier Teams mit zusammen zehn Vogelkundlern durchpflügten das Auengebiet zu Fuß und mit dem Fahrrad und versuchten, in 24 Stunden möglichst viele Vogelarten der March-Thaya-Auen zu entdecken und zu bestimmen. Das Ergebnis unterstreicht die besondere Bedeutung des Gebietes - 135 Vogelarten konnten nachgewiesen werden, darunter Besonderheiten wie Löffler, Rohrdommel, Kaiseradler, Kleines Sumpfhuhn und Kurzzehenlerche! Die Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, den Schnabel voran hatte schließlich das bird.at-Team mit Martin Riesing und Christoph Roland. Der Verein AURING dankt den Sponsoren - Tiergarten Schönbrunn, Maturaschule Dr. Roland, AGRANA Werk Hohenau - deren Beitrag zur Aufwertung der Brutinseln am Kühlteich verwendet wird! |
|
| |
 |
vergrößern |
|
| |
|
|
Der Bidrace war eingebettet in den ebenfalls erstmals hier stattfindenden GEO-Tag der Artenvielfalt. Jede Gemeinde von Bernhardsthal bis Jedenspeigen wurde von AURING-Mitarbeitern und Spezialisten betreut, Besucher wurden in die Artenvielfalt der March-Thaya-Auen eingeführt und gleichzeitig versucht, die Tier- und Pflanzenarten zu bestimmen und dokumentieren. Das Wetter war hervorragend und auch die enorme Gelsendichte hielt Besucher und Spezialisten nicht vom Forschen ab. Die Auswertung der umfangreichen Artenlisten ist noch nicht abgeschlossen, es wurden jedoch über 550 verschiedene Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen!
Die gut besuchte Abschlußveranstaltung fand im Museum Hohenau statt. Wir sind uns einig - nächstes Jahr wird es wieder einen Tag der Artenvielfalt und einen Birdrace geben! |
|
| |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| AURING-Schwalbenprojekt - Bericht über die ersten vier Jahre und Bitte um Mitarbeit! |
|
23.04.06 |
| Im Jahr 2002 startete der Verein AURING in den March-Thaya-Auen ein kleines Schwalben-Projekt zur Erfassung von Rauch- und Mehlschwalben-Kolonien. Wir suchten Personen, die an oder in der Nähe ihres Wohnortes Bruten von Schwalben hatten und diese über einen längeren Zeitraum beobachten wollten. In der ersten Saison konnten wir sechs Personen gewinnen, die sieben Schwalbenkolonien betreuten. Die nächsten Jahre brachten nur geringe Zuwächse in unserem „Schwalbenteam“ und erst mit dem Jahr 2005, nachdem wir gezielt weitere Personen angesprochen hatten, wuchs der Stand schließlich auf 18 MitarbeiterInnen, die Daten von insgesamt 20 Kolonien lieferten. Neben Leuten aus den March-Thaya-Auen beteiligen sich nun auch einige aus dem angrenzenden Weinviertel und dem Nordburgenland, auch ein Brutplatz in Wien ist mit dabei. Als Information und Motivation für die bisherigen Koloniebetreuer und um hoffentlich auch weitere Schwalbenfreunde gewinnen zu können, möchten wir mit diesem Bericht einen kurzen Überblick über die Ergebnisse der vergangenen Jahre geben.
Bitte helfen Sie uns bei der Beobachtung der Schwalben! Mit Hilfe des Erhebungsformulares kann man dem Verein AURING die Beobachtungen "seiner" Schwalben-Brutplätze zuschicken und am Schwalben-Projekt mitmachen. Die wichtigste Fragen ist: Wieviele Nester sind besetzt? Wer seine Kolonie besser verfolgen kann, kann uns auch folgende Informationen geben: Wann kommen die Schwalben an? Wieviele Bruten hatte jedes Paar? Wieviele Junge sind bei jeder Brut ausgeflogen?
Jede Information über Schwalben-Brutplätze (auch aus früheren Jahren) ist für uns wertvoll. Fragen und Ergebnisse an vogelkunde@auring.at
Schwalbenprojekt: Erste Ergebnisse 2002 - 2005
Schwalbenprojekt Formular
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Blaukehlchen an den vogel.schau.plätzen angekommen |
|
07.04.2006 |
Einer der schönsten Frühlingsboten - das Blaukehlchen - ist bereits vollzählig an den vogel.schau.plätzen angekommen! Bei einer Zählung am 2.4. konnten insgesamt 16 singende Männchen in den ausgedehnten Schilf- und Gänsefußfluren nachgewiesen werden - der bisher höchste Brutbestand! Die Vögel sind ausgesprochene Dämmerungssänger und am besten Morgens und Abends zu beobachten. Jetzt zu Beginn der Gesangsperiode zwitschern die Männchen aber bis in den späten Vormittag hinein.
Bei der AURING-Frühlingswanderung konnten einige Blaukehlchen am Kühlteich und an den Anlandebecken schön beobachtet werden. Der weitere Weg bis nach Drösing brachte insgesamt 74 verschiedene Vogelarten, darunter auch herrliche Beobachtungen von Kaiseradlern!
Die Pflege des Gebietes ist unter anderem auf das Blaukehlchen abgestimmt, das ein enges Nebeneinander von feuchten Schlammflächen und dichter Vegetation braucht. 1993 brütete es erstmals an den Anlandebecken, der bis zuletzt ansteigende Brutbestand ist ein schöner Nachweis für den Erfolg unserer Pflegearbeiten. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Umweltbildungsinitiative 2005 – Auszeichnung für den Auring |
|
17.03.06 |
Im Rahmen der Umweltbildungsinitiative 2005 werden für Niederösterreich relevante Umweltbildungsangebote erhoben und von einer Jury hochrangiger Experten aus Umwelt und Bildung nach strengen Kriterien bewertet. Alle Anbieter, die diese Hürde nehmen, werden mit einem Zertifikat vom Umweltlandesrat ausgezeichnet. Wir freuen uns, dass unser Projekt „Freiluftklasse Vögel und Feuchtgebiete“ für eine Auszeichnung ausgewählt wurde! Die Preisverleihung findet am 20. April statt. |
|
 |
 |
|
|
| Beringte Seeadler fotografiert! |
|
14.03.06 |
Den beiden Vogelfotografen Robert Kreinz und Peter Fuchs gelangen in diesem Winter neben vielen eindrucksvollen Aufnahmen der Vogelwelt an den vogel.schau.plätzen auch Fotos von beringten Seeadlern, die hier überwinterten. Wir haben die Fotos der Ringe an unsere Kollegen von den mitteleuropäischen Vogelwarten weitergeschickt und konnten nun die Herkunft der beiden Seeadler herausfinden! Ein im Dezember am Kühlteich fischender Seeadler schlüpfte im Jahr 2004 gut 110 km entfernt an der slowakischen Donau bei Komárno. Der zweite Seeadler konnte im Februar in der Bernhardsthaler Ebene fotografiert werden, seinen Farbring erhielt er im Jahr 2005 in einem Nest bei Buda Stanowa in Südost-Polen, etwa 430 km entfernt. Insgesamt liegen nun vier Ringfunde von Seeadlern aus den March-Thaya-Auen vor (siehe Karte), der weiteste stammte vom Weißen Meer bei Murmansk in Nordwest-Rußland und flog in seinem ersten Winter über 2.200 km in unser Gebiet! |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Skalica (SK) |
|
11.03.06 |
Im Rahmen eines grenzübergreifenden PHARE-Projektes arbeitet der Verein AURING nach dem erfolgreichen Projekt mit der Gemeinde Gbely ("vogel.schau.plätze Adamov") auf Initiative der dortigen Stadtverwaltung mit der slowakischen Marchgemeinde Skalica an der Umsetzung eines Naturinformationsplatzes mit. An den Schutzgebieten Perunská lúka und Mrtve rameno Lipa soll ein dreisprachiger Informationspfad über die Naturschätze und Geschichte des Gebietes informieren. AURING unterstützt bei der Erstellung der Informationstafeln und bei der Übersetzung. Im Rahmen unseres ökopädagogischen Programmes werden wir im Frühling gemeinsame Exkursionen mit Schülern nach Skalica bzw. Hohenau durchführen. Bei einem gemeinsamen Treffen im März konnten wir den Kollegen die vogel.schau.plätze Hohenau - Ringelsdorf vorstellen und die weitere Vorgangsweise absprechen. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Fakten zur Vogelgrippe |
|
02.03.06 |
Mit dem Auftreten der Geflügelpest – jetzt besser unter „Vogelgrippe“ bekannt – in Österreich im heurigen Februar ist die schon im letzten Herbst emotional geführte Diskussion um Gefährlichkeit und Bedeutung dieser Vogelkrankheit neu aufgeflammt. Auch der Verein AURING wird immer wieder befragt, welches Risiko für den Menschen durch die Vogelgrippe besteht. Da in den Medien vor allem Veterinäre und Politiker, jedoch nur selten auch Ornithologen zu Wort kommen, möchten wir zu diesem wichtigen Thema die derzeit bekannten Fakten und Erkenntnisse aus Sicht der Vogelkunde darstellen. Wir hoffen, dass wir damit zur Versachlichung der Diskussion beitragen können.
mehr |
|
 |
 |
|
|
| Zuckerfabrik Hohenau wird geschlossen! Verein AURING sucht nach Wegen zur Erhaltung der vogel.schau.plätze |
|
28.01.06 |
Die Agrana schließt zwei ihrer elf Zuckerfabriken: das Werk in Hohenau und die Fabrik in Rimavska Sobota im Osten der Slowakei. Ausschlaggebend dafür war der Beschluss der EU für eine neue Zuckermarktordnung, die ein deutliches Sinken der Zuckerpreise zur Folge haben wird. Hohenau ist die älteste der drei österreichischen Zuckerfabriken. Die Gründung der Zuckerfabrik erfolgte im Jahre 1867.
Die vogel.schau.plätze umfassen ein insgesamt 63 ha großes Feuchtgebiet am Rande der March-Thaya-Auen zwischen den Gemeinden Hohenau und Ringelsdorf. Es besteht aus den ehemaligen Anlandebecken der Zuckerfabrik (38 ha), dem Kühlteich (17 ha), der immer noch von der Fabrik zur Abkühlung der warmen Abwässer im Winter genutzt wird, und den Zwischenlagern (8 ha), in denen die Fabrik die anfallende Rübenerde zwischenlagert. Die Absetzbecken der Zuckerfabrik sind seit Ende der 1980er Jahre ein interessantes Exkursionsziel für OrnithologInnen, da sie selten gewordene Rastplätze für Wasservögel, vor allem aber für Watvögel darstellen.
Wir führen schon seit längerem in Absprache mit der Werksleitung eine weitgehende Entkoppelung der vogel.schau.plätze von der Zuckerfabrik durch. Die Pflege und Betreuung der Flächen kann daher auch in Zukunft weitergeführt werden, jedoch ohne die beträchtliche finanzielle Unterstützung der Fabrik, die vor allem die Beflutung der Becken und des Kühlteiches sowie viele Wartungsarbeiten übernommen hat. Wir sind seit Wochen in intensiven Gesprächen über Möglichkeiten, auch ohne Fabrik die vogel.schau.plätze als bedeutendes Vogelgebiet zu erhalten. Wir verhandeln mit Grundbesitzer (Stiftung Fürst Liechtenstein), Zuckerfabrik, Naturschutzbehörde und den Anrainergemeinden mit dem Ziel, die Flächen langfristig zu sichern (was bei den Anlandebecken bereits gelungen ist) und die Betreuung und Pflege sicherzustellen. Geld wird dafür nötig sein und sicher auch öffentliches Interesse an diesem bemerkenswerten Gebiet. Der BirdRace (am 12./13.05.2006 in Hohenau) wird sicher eine Hilfe sein. |
|
 |
 |
|
|
| Ganslstrich am Kühlteich! |
|
17.01.06 |
Der allwinterliche „Ganslstrich“ – der morgendliche Abflug und abendliche Einflug der am Kühlteich übernachtenden Wildgänse - begann heuer recht unspektakulär mit gut 500 Gänsen im Dezember. Mit dm Einbruch der nordischen Kältewelle stiegen die Bestände gegen Jahresende rasch auf mehrere Tausend Gänse an und erreichten am 8.1. mit 9.000 übernachtenden Vögeln einen bemerkenswerten Hochstand! In der Folge pendelte sich der Bestand der Schlafgemeinschaft auf gut 5.000 Gänse ein. Die Nahrungsgründe dieser Scharen sind abgeerntete Maisfelder auf slowakischer Seite der March bei Malé Leváre.
Das Spektakel „Ganslstrich“ – aus Österreich sonst nur im Seewinkel zu beobachten – ist eines der eindrucksvollsten Erlebnisse, die die winterliche Vogelwelt zu bieten hat. Ein Besuch am Hohenauer Kühlteich – für Frühaufsteher zu Sonnenaufgang, oder beim Schlafplatzflug in der Abenddämmerung – ist allen Naturfreunden wärmstens zu empfehlen. Vom Beobachtungsturm aus hat man den besten Ausblick auf die Gänse, warme Kleidung ist aber unbedingt zu empfehlen. Für die Experten ist das Herauspflücken der drei Arten Graugans, Bläßgans und Saatgans, die auch an ihren Stimmen unterschieden werden können, eine besondere Herausforderung!
|
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Birkenzeisige aus dem hohen Norden im Anflug! |
|
21.12.05 |
|
Birkenzeisige brüten in Österreich im Alpenraum und in der Böhmischen Masse. Im Flachland erscheinen sie nur sehr selten. Der heurige Winter bringt jedoch einen großen Einflug aus der Taiga, in den March-Thaya-Auen werden schon hier und da Trupps von bis zu 11 Vögeln gesichtet. Die abgebildeten Vögel beobachtete Christoph Roland im Zuge der Wasservogelzählung an der Thaya bei Rabensburg. |
|
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Petr Horák (1956 – 2005) |
|
21.12.05 |
Petr Horák war einer der besten Kenner der tschechischen March-Thaya-Auen. Seine Begeisterung für Greifvögel brachte ihn schon in den 1970er Jahren von seinem Heimatort Zlín in das für diese Vogelgruppe so wichtige Gebiet. Vor allem sein Interesse für Rotmilan, Seeadler und Sakerfalke ließ ihn weite Teile Tschechiens nach Greifvögeln absuchen. Dieser Leidenschaft widmete er den größten Teil seiner Freizeit neben seinem Hauptberuf als Geschäftsmann. Ein wichtiges Anliegen waren ihm nicht nur die Bestandserhebungen, sondern auch aktive Schutzmaßnahmen. Durch waghalsige Kletteraktionen rettete er absturzgefährdete Bruten des Kaiseradlers, auch Sakerfalken-Nistplätze wurden regelmäßig ausgebessert und gesichert. Durch seinen engen Kontakt mit den Förstern des Soutok und des Forstbezirkes Tvrdonice bewahrte er viele wichtige Brutplätze, nicht nur von Greifen, aber auch von Schwarzstörchen, vor der Fällung.
Seine Kenntnisse machten ihn zu einem international respektierten und gerne gehörten Fachmann. Sein umfangreiches Wissen über die Vogelwelt brachte er als Mitautor in unser Werk „Die Vögel der March-Thaya-Auen“ ein. Er nahm alljährlich an den trilateralen Wasservogel- und Seeadler-Zählungen teil, seine aktuellen Beobachtungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der AURING-Monatsberichte. Bei unseren Treffen in den Lokalen von Lanžhot oder bei gemeinsamen Exkursionen in die Auen überwand sein einnehmendes Wesen die Sprachgrenzen. Petr nahm sich am 2. Oktober das Leben. Wir vermissen ihn sehr.
Thomas Zuna-Kratky, AURING |
|
 |
 |
|
|
| Greifvogelparadies Bernhardsthaler Ebene |
|
22.11.05 |
Die Bernhardsthaler Ebene, die sich am Rande der March-Thaya-Auen westlich der Ortschaften Bernhardsthal, Rabensburg und Hohenau erstreckt, gehört zu den bedeutendsten Greifvogel-Nahrungsgebieten in Österreich. Vor allem für Rotmilane, Seeadler und Kaiseradler die in den angrenzenden Auwäldern ihre Brut- und Schlafplätze haben, stellt sie das bedeutendste Jagdgebiet dar. Unter den vielen bisher nachgewiesenen Arten sind auch so seltene wie Steppenweihe und Adlerbussard. Bei einer Exkursion am 20.11.2005 konnte Johannes Laber diese eindrucksvollen Bilder eines Adlerbussards und eines Kaiseradlers beim Meierhof Bernhardsthal aufnehmen. Besucher der Gebietes sollten vorsichtig sein und Störungen vermeiden, gleichzeitig ist aber die gute Dokumentation von Beobachtungen (an den AURING) eine wichtige Grundlage zur Erhaltung des Gebietes, das noch immer ungeschützt zahlreichen Gefährdungen ausgesetzt ist (wie Windparks, Segelflugbetrieb, illegalem Auslegen von Giftködern und einer drohenden Kommassierung). |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Zwergscharben am Kühlteich! |
|
22.11.05 |
Die Zwergscharbe Phalacracorax pygmaeus – ein nur entengroßer Verwandter des Kormorans – ist eine weltweit bedrohte Vogelart, die vor allem am Balkan und dem Nahen Osten brütet. In Österreich erscheint sie sehr selten im Winterhalbjahr, in den March-Thaya-Auen wurden erst dreimal Einzelvögel in den Jahren 1995 und 1996 entdeckt. Umso überraschender war es, als Laura und Koni Edelbacher bei einem Besuch des Kühlteichs am 15.11.2005 einen Trupp von insgesamt 14 Zwergscharben entdecken konnten – die bisher größte in Österreich festgestellte Ansammlung! Bei der AURING-Wanderung am 18.11.2005 konnten erneut mind. 4 Zwergscharben dort beobachtet werden. Die Vögel halten sich bevorzugt in dem dichten Schilf im Bereich vor dem Beobachtungsturm auf und sind meist nur beim Herumfliegen oder kurzzeitigen Jagen auf der freien Wasserfläche zu beobachten. Durch den Fischreichtum des Kühlteichs dürfte den Zwergscharben ein gedeckter Tisch geboten werden. Sollte die Schilfzone eisfrei bleiben, ist durchaus mit einer Überwinterung dieser Vögel zu rechen. |
|
 |
vergrößern |
 |
vergrößern |
|
 |
|
|
| Neues Amphibien-Schulprojekt in Zusammenarbeit mit dem Verlag E. Dorner |
|
08.10.05 |
In Kooperation mit dem Verlag E. Dorner und dem Herpetologen Mag. Heimo Schedl startet der Auring ein neues Biologie-Projekt für Schulen. Unter dem Motto "Amphibien in unserem Lebensraum" werden SchülerInnen dazu angehalten, die Amphibienfauna in einem Umkreis von 5 km um ihre Schule zu erheben. Dabei lernen sie Amphibien und deren Lebensräume kennen. Das erhobene Material wird anschließend aufgearbeitet und in Form einer Projektmappe abgegeben. Für die drei besten Einsendungen gibt es ein Jahresabo des Universum-Magazins! Teilnahmeberechtigt sind Schüler/innengruppen und Klassen der Hauptschule und AHS-Unterstufe. Die Projektunterlagen werden vom Verlag E. Dorner zur Verfügung gestellt und werden ab 2006 auf der Homepage des Verlags zum Download angeboten. Am Ende des Schuljahres werden die Siegerprojekte von einer Jury gekürt, die eingereichten Projekte werden auf der Homepage des Verlags (www.dorner-verlag.at) präsentiert.
Ansprechpartner:
Verlag E. DORNER: office@dorner-verlag.at
Verein AURING, Ute Nüsken: nuesken@utanet.at
Weitere Informationen:
Link: Verlag E. Dorner |
|
 |
 |
|
|
| Josef Schöffel – Förderungspreis für den Auring! |
|
23.09.05 |
Das Projekt "Das fliegende Klassenzimmer" wurde mit dem Josef Schöffel-Förderungspreis 2005 ausgezeichnet. Ute Nüsken, Renate Bohrn und Lore Weisswasser nahmen den Preis am 16. September im Rahmen einer Festveranstaltung in Mödling entgegen. Der Josef Schöffel-Förderungspreis wird seit 1985 an Personen verliehen, die durch hervorragende Leistungen zum Schutz des Erholungswertes der heimischen Natur bzw. zur Vertiefung des Verständnisses dafür beitragen. Der Vorstand des Vereins gratuliert und dankt den Ökopädagogen für Ihren unermüdlichen, kreativen und intensiven Einsatz bei Ihrer Tätigkeit für den Auring!
Das Fliegende Klassenzimmer
|
|
|
Preisverleihung |
|
Einreichmappe |
|
 |
|
|
| Auszeichnung für "Das zuckersüße Vogelparadies"! |
|
20.09.05 |
| Der bekannte Naturfilmer Friedrich Rischer hat mit seiner Dokumentation über die vogel.schau.plätze Hohenau-Ringelsdorf beim internationalen Naturfilmfestival Naturale in Deutschland den ersten Preis für Amateure gewonnen. Ihm wurde dafür der „Goldene Auerhahn" verliehen. Der Film führt durch ein ganzes Jahr von den winterlichen Vogelmassen am Kühlteich, über das Frühlingserwachen in Au und Feld, das Brutgeschehen auf den vogel.schau.plätzen und den Herbstzug mit der Arbeit der Beringungsstation. Atemberaubend sind die Szenen mit Seeadler, Kaiseradler und Rotmilanen. Bemerkenswerte Aufnahmen gibt es von Arten wie Seidenreiher, Löffler, Rotfußfalke, Teichwasserläufer, Zwergmöwe, Blaukehlchen und vielen anderen. Wir gratulieren Herrn Rischer zu dieser Prämierung!
Der Film kann als VHS-Videokasette oder als DVD beim Verein AURING bestellt werden und ist während der Beringungssaison an der Beringungsstation erhältlich.
Auring-Bauchladen
|
|
 |
|
|