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Graureiher (Ardea cinerea) Foto: O. Mikulica

Skařiny bei Mikulčice

Der Waldbestand an der Skařiny ist eines der ältesten Naturschutzgebiete in den March-Thaya-Auen. Es schützt auf einer Fläche von 13,2 ha eines der bedeutendsten Vogel-Brutkolonien des oberen Abschnitts. Herausragende Attraktion ist die gemischte Graureiher-Weißstorch-Kolonie, die größte im March-Abschnitt oberhalb von Lanžhot.

Skařiny liegt unmittelbar an der March etwa 3,5 km vom von Mikulčice entfernt. Es ist über den Zugang zur Grabungsstätte Valy, eine der bedeutendsten Siedlungen des Großmährischen Reiches, zu erreichen.

Schottergrube/Adamov Foto: T. Zuna-Kratky

Schottergruben bei Adamov

Die für den Vogelfreund interessanteste und am leichtesten zugängliche Schottergrube liegt bei Adamov. Die westliche der beiden hier befindlichen Gruben ist etwa 26 ha groß und mit mehreren Inseln ausgestattet, die mit Bäumen, Büschen und krautiger Vegetation bewachsen sind. Diese Inseln stellen für mehrere Vogelarten den bedeutendsten Brutplatz des Gebietes dar (Graugans, Lachmöwe und das einzige beständige Brutvorkommen der Flussseeschwalbe). Im Winterhalbjahr übernachten hier regelmäßig große Scharen von Gänsen.

Der Zugang zu den Schottergruben ist über die Zufahrtsstraße zu den Wochenendhäuschen möglich, die am Motel Adamov an der Hauptstraße beginnt. Da der Großteil des Ufers in Privatbesitz liegt, ist die Begehbarkeit in vielen Bereichen eingeschränkt.

Soutok Foto: M. Bierbaumer

Auwälder des Soutok

Der Soutok (tschechisch für „Mündung“) umfaßt das ausgedehnte, von zahlreichen Wasserarmen durchzogene Mündungsgebiet von Thaya, March und Kyjovka zwischen Břeclav, Lanžhot und Hohenau. Durch seinen großen Reichtum an alten Wäldern und durch seine schwere Zugänglichkeit und dadurch bedingte Störungsarmut stellt der Soutok das bedeutendste Brutgebiet für Waldgreife und andere seltene Großvögel in den March-Thaya-Auen dar (Graureiher, Weißstörche, Schwarzstörche, Schwarzmilan, Rotmilan, Mäusebussard). Mehrere Arten rasten bzw. überwintern in den Wäldern des Soutok in bemerkenswerter Zahl (Kormoran, Rotmilan, Seeadler). Der Soutok beherbergt außerdem eines der bedeutsamsten Vorkommen im ganzen March-Thaya-Tal, vor allem was z.B. Mittelspecht und Halsbandschnäpper betrifft.

Aufgrund seiner Nutzung als Wildgatter und wegen der regelmäßigen großflächigen Überflutungen durch die Forstverwaltung ist der Soutok nur in sehr eingeschränktem Ausmaß zugänglich. Über dem Auwald kreisende Großvögel etwa können jedoch zu allen Jahreszeiten auch gut von der österreichischen Seite beobachtet werden, z.B. vom Moosanger/Bernhardsthal, wo viele der Weißstörche und Greifvögel gerne jagen.

Rabensburger Wiesen Foto: WSD

Rabensburger Wiesen – Košárské louky

Dieser am Westrand des Soutok gelegene Wiesenkomplex stellt ein sehr bedeutendes Brutgebiet für Wiesenvögel dar. Zumindest unregelmäßig brütet hier die gesamte Palette von Brutvögeln reich reliefierter und strukturierter Wiesengebiete, wie Weißstorch, Graugans, Knäkente, Löffelente, Tüpfelsumpfhuhn, Bekassine, Rotschenkel, Wacholderdrossel und Raubwürger. Seit Mitte der 1990er Jahre beherbergen diese Wiesen eines der bedeutendsten Brutvorkommen des Wachtelkönigs! Auch für Schilfvögel liegt hier ein bedeutender Brutplatz mit z.B. unregelmäßigen Nachweisen des Kleinen Sumpfhuhns. Als Nahrungsgäste erscheinen vor allem die Greifvögel und Störche des Gebietes in größerer Zahl. Bei Hochwasser sind die Wiesen voll mit durchziehenden Enten und Watvögeln. Auch für zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten stellt das Gebiet ein bedeutendes Refugium dar, so leben hier elf verschiedene Amphibien-Arten!

Am besten ist das Gebiet von österreichischer Seite aus zu beobachten. Vom Schutzdamm, der entlang des gesamten Wiesengebietes führt, ist es gut möglich, die Vögel auf den Rabensburger Wiesen und auch kreisende Greifvögel und Störche über den Košárské louky ausgiebig zu beobachten.